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Das grüne C, vom Flugplatz bis zur Bahnbaustelle

23.9.: Warum waren wir noch mal in St. Augustin? Wir waren mal ausnahmsweise nicht beim Huma oder in der Metro... Ich kann mich nicht erinnern. Ich sollte dringend mal die Texte zu diesen Blogeinträgen früher verfassen. Ich vergess ja auch mittlerweile alles. Man wird alt.

Anyways. Wir waren mal wieder im Grünen C und sind hinterm Flugplatz entlang bis zur Baustelle an der Bahnlinie nach Beuel gelaufen, da bei der Autobahnbrücke. Oh, "Autobahnbrücke", das ist so ein Stichwort, das man zZt in Bonn und Umgebung lieber nicht erwähnt! Sonst kriegt man entweder Haue oder muss sich einen Weinkrampf anhören. ;-) Geparkt hatten wir mal wieder irgendwo am Popo der Welt, da beim Friedhof irgendwo bei den beiden freistehenden Hochhäusern, wie heißt das da? Ist das noch Menden? Menden ist groß, wenn man sich das von oben auf der Karte anguckt. Erstaunlich.


Von da aus immer den Wegweisern "Rhein" nach, dann kommt man ja erst mal ins Grüne C. Und wie man sehen kann, es wird Herbst und das Licht wird schon um 4 Uhr am Nachmittag so gelblich-orange, die Goldene Stunde lässt nicht mehr lange auf sich warten. Vielleicht lag es aber auch an den vielen Wolken im ansonsten blauen Himmel. Recht kontrastig. Da kam aus Westen gerade so eine dicke Front mit Wetter angerückt, vorweg eine Lage Schäfchen.

Unterwegs konnten wir jedenfalls mehrfach den Piloten beim Starten und Landen zuschauen. Also, hauptsächlich beim Landen, denn wir sind mit dem Wind gegangen und da kamen die uns alle entgegen. Echt was los hier in Hangelar. (Ich nehme mal an, der Flugplatz Hangelar gehört zu Hangelar und das erstreckt sich bis zu Autobahn? Gibt es da offizielle Grenzen?)


Wenn ihr euch übrigens fragt, wieso ich bei so einer Gelegenheit nur so wenige Fotos gemacht habe: Ich hatte ja die Pentax K1000 mit und habe fleißig s/w-Fotos gemacht. Die dauern aber mal wieder eine extra lange Zeit, weil. Ich mein, entwickelt sind die schon längst, aber ich hab sie natürlich noch nicht durch den Scanner geschickt. Wie gesagt, es muss mal drei Wochen regnen, dann käm ich vielleicht mal dazu. Wobei, nachdem ich den Scanner-Rechner ja wieder hier unten in die Kellerbar gestellt habe, weil ich oben keinen Bock auf Poscast hatte, ist der ja wieder gut erreichbar. Und gegen das Dilemma, dass ich dann immer das Netzwerkkabel quer durchs Haus gespannt habe, habe ich mal den kleinen Wlan-Stick gesucht und mit einem USB-Verlängerungskabel an die Lampe gehängt. Empfang ist erstaunlich gut, vielleicht brauche ich da nicht mal bei der Podcastaufnahme das Ethernet... Muss man mal ausprobieren.

Aber ich schweife ab. Nach der Bahnbaustelle von oben sind wir dann auch recht zügig wieder Richtung Auto, denn die Wolken drohten dann doch ein bisschen sehr dunkel. Regen war zwar angekündigt, aber ist welcher runter gekommen? Nachts vielleicht, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, welchen gesehen zu haben. Dafür hübsche Sonnenstrahlen zwischen den Wolken.


Wird aber auch aus anderen Gründen - also, nicht nur, damit ich mal zum Scannen komme - dringend Zeit, dass es mal so richtig langanhaltend schifft. Im Rhein ist ja mittlerweile negativer Wasserstand, zumindest da oben in Rheinland-Pfalz. Die Loreilei fällt also bald trocken. Dann kann die gar keine Schiffer mehr anlocken und ins Unglück ziehen...

Asbacher Ententeich

21.10.: Öfters fahren wir mal rüber nach Asbach zum Outlet. Einfach mal gucken, was es so gibt. Shoppen. Man muss sich ja von der aktuellen globalpolitischen Lage ablenken. Auf dem Weg dahin kommt man am Ententeich vorbei und dann steigen wir da immer einmal kurz für 'ne halbe Stunde aus und gucken uns die Enten an, wie sie da pennen oder auf dem Wasser hin und her paddeln. Und ich mache Fotos und nachher einen Eintrag im Blog daraus. So wie heute. (Also, eigentlich vor zwei Wochen, mein Backlog ist langsam unglaublich.)


Hatte schon wieder die D700 dabei. Ich glaube, das war echt eine Anschaffung. Habe die ja irgendwie in letzter Zeit ständig im Anschlag. Vor allem machen die alten Objektive aus prähistorischen Analogzeiten (das übliche Triplett aus 35/2, 50/1.4 und 135/2.8-) da drauf richtig Spaß. Für manche Dinge natürlich viel zu langsam, wenn etwa der Geier über uns kreist, und dann meist auch mit nicht der richtigen Brennweitenlänge gesegnet, aber trotzdem: Was gut genug für unsere Vorfahren in den 1970ern war, ist auch heute noch gut genug. (Die D700 ist ja jetzt auch eher steinalt und dementsprechend mit dieser Auswahl an Linsen total überfordert. Die D800 mit ihrer dreifachen Anzahl an Pixeln hat da ja schon Probleme, die Details, an denen man das Alter dieses Glases erkennen kann, aufzulösen. Da muss ich das 50er schon ganz weit auf machen, damit man sehen kann, dass es dann echt sehr weich wird.)

Aber gerade auch für das schwimmende und schlafende Viehzeug kommt dieses klassische Vintage-Glas richtig gut rüber. Besonders das Serie-E 135er, ich bin immer wieder erstaunt, was das kann. Ist jetzt eigentlich nicht der richtige Einsatzbereich für diese Portrait-Brennweite, das 200/4 wäre da sicher noch mal einen Ticken besser geeignet, um die Vögel näher ran zu holen. Aber gleichzeitig macht das eben doch total schöne Bilder. Einfach, weil es einen etwas größeren Bildausschnitt zeigt.


Für den Milan, der da über dem Teich in der Thermik seine Runden drehte, ist die Brennweite natürlich etwas klein. Ebenso die Auflösung der Kamera. Macht aber nichts. Gefällt mir trotzdem. Ist irgendwie auch realistischer. Und man sieht zudem, was für ein nettes Frühherbstwetter wir hatten: Leichte Bewölkung und stratosphärische Flugzeugabgase.

Danach sind wir noch ein bisschen in den Wald abgebogen. Wenn das mal ein Rundweg war, liegen jetzt allerdings ein bisschen viele Bäume auf der Seite. Deswegen mussten wir nachher auch den gleichen Weg zurück. Weiß allerdings nicht, ob das nicht eigentlich mal so geplant war, dass man am Ende wieder am Teich raus kommt.


Und was die Gamer-Stühle da im Gemüse machen, weiß auch keiner so genau. Die sind da halt zurückgelassen worden. Der eine sieht sogar noch ganz OK aus. Außerdem: Nicht nett, den Müll im Wald in den Bach zu werfen. Tststs. Muss ich wieder den erhobenen Zeigefinger auspacken.

Das war jedenfalls der Ententeichbesuch. Danach waren wir, wie oben angekündigt, im Outlet und J hat tatsächlich Geld ausgegeben und jetzt eine neue Jeans-Jacke! Moment, sind die 1980/90er zurück? Kann man auch wieder Aufnäher seiner beliebtesten Heavy Metal Bands bekommen und da drauf machen? Ich wäre sofort dabei! ;-)

Besuch der Bonner Uferpromenade

18.9.: Warum waren wir eigentlich in Bonn? Mein Bruder wollte sich ein Auto angucken. So einen hübschen kleinen Chinesen. Die sind ja nicht nur elektrisch sondern auch recht günstig, wenn ich das jetzt mal mit dem von mir bestellten Born vergleiche. Dafür kommen sie aber auch China. Kann man nix machen.

Jedenfalls, wenn man schon diesen weiten Weg übern Berg auf sich nimmt, kann man auch noch mal kurz in die Stadt gehen. J war nämlich aufgefallen, dass die Stadt Bonn die Uferpromenade nach gefühlt 42 Monaten Umbauarbeiten wieder eröffnet hatte. Da kann man ja mal gucken gehen und danach noch in der Stadt ein paar Spiele begutachten, das war ihr Plan, nehme ich an. Wie immer habe ich die Kamera geschnappt, die gerade an der Tür stand. Das war in diesem Fall mal wieder die D700 mit den 35/2 und 50/1.4 Nikkoren, abgerundet von der 135/2.8 E-Serie. Die Exif-Daten in diesem Eintrag sind also mal wieder mit Vorsicht zu genießen, ich habe nämlich mehrfach vergessen, die Einstellung in der Kamera zu ändern. ;-)


Bei unserer Rhein-Überquerung - ist da überhaupt noch Wasser im Rest-Fluss? - begleitete uns am Himmel der Zeppelin. Fliegen die also tatsächlich wieder von Hangelar im Kreis? Wir hatten den ja auch am Tag danach noch auf dem Flohmarkt gesehen, aber als wir dann im Grünen C waren, war er nicht da. (Ich weiß jetzt nicht, ich glaube, die Einträge sind alle in der falschen Reihenfolge. Ich muss mal endlich einen Plan entwickeln! ;-))

Auf der anderen Seite der Brücke sind wir, statt weiter zum Suttnerplatz zu laufen, direkt mal rechts abgebogen und am Hotel die Treppe runter, um uns dieses neue Schmuckstück von Promenade direkt mal aus der Nähe zu begutachten. Bis man unten ist, kommt man aber noch immer an den selben alten Graffiti, Stickern und sinnfrei angebrachten Beleuchtungseinrichtungen vorbei.


Und dann steht man vor der alten Mauer der alten Synagoge Bonn. Ich lass das mal so stehen, zum drüber Nachdenken in heutigen Zeiten. Und dann geht es weiter zum "erweiterten Eintrag", wo die eigentliche Promenade zu sehen ist. KLICK! "Besuch der Bonner Uferpromenade" vollständig lesen

Filmentwicklung am Montag - K1000 am Rhein

28.9.: Da ich nicht schon wieder eine Filmentwicklung vor der Vorstellung der Kamera, mit der ich die Bilder gemacht habe, haben wollte, habe ich diese Montags-Entwicklung mal nach hinten geschoben, bis die beiden Einträge zum Thema Pentax K1000 raus sind. Und da das jetzt so weit ist, hier also der zweite Film, den ich mit dieser Kamera gemacht habe. Und das kam so:

Am Samstag wollten wir ja auf die Kirmes in Eitorf (digitale Fotos folgen noch) und da ich bereits beim ersten Film, den ich mit der K1000 belichtet habe, so einen Spaß hatte an der Simplizität dieser Kamera, wollte ich direkt noch einen weiteren durch schicken. Am Samstag war das Wetter eher bedeckt, daher habe ich mich für einen 400er Kentmere entschieden. Der ist aber - schlupps - aus der Aufnahmespule gerutscht und als ich den Film straffen wollte - schlurp - in der Patrone verschwunden. Auch mit dem Tesafilm, den ich noch schnell beim Rewe gekauft habe - sowohl Rossmann als auch DM haben genau in diesem Moment geschlossen, sonst hätte ich einfach einen neuen Film gekauft -, und einer halben Visitenkarte habe ich es nicht geschafft, den Film da raus zu fummeln. Ich brauche wirklich mal einen Filmrückholer. Zu Hause habe ich auch kein Glück gehabt, ich hatte den offenbar schon zu sehr geärgert. Also im Wechselsack die Patrone geknackt und auf eine alte rüber gespult - deswegen sind die Bilder jetzt rückwärts nummeriert... ;-)


Da ich das dann aber auch tatsächlich wissen wollte, wie sehr ich den Film misshandelt habe, kam der direkt wieder in die Kamera rein und ich habe ihn halt am Sonntag auf dem Weg von Mondorf nach Reidth verbraucht. Natürlich hatten wir da strahlenden Sonnenschein und am Rhein sowieso noch mal doppelt so viel Licht, weil der Rest-Fluss dann doch noch sehr gespiegelt hat, sodass der 400er total übertrieben war. Aber so habe ich mal sehr weit geschlossene Blenden verwenden können. Bin nicht ganz bis f/22 gekommen, aber f/16 ist schon öfter dabei gewesen! Das ist ja doch extrem ungewohnt, wenn man sonst immer so bei meiner Lieblingsblende f/4 oder maximal hin und wieder mal f/5,6 Bilder macht.

Die Entwicklung habe ich dann am Montag nach Datenblatt vom Fomadon P W37 gemacht. Da steht Agfa APX 400 mit 13 Minuten drin und da das ja angeblich der gleiche Film ist... Sieht gut aus: Kräftige Kontraste. Richtig kräftig punchy. Bin auf die Scans gespannt. Ist ja nicht so, dass ich nicht eh noch, ich glaube, vier? ...fünf? Filme zu scannen hätte. Es regnet einfach nicht, man merkt es nicht nur am Wasserstand! ;-)


Jedefalls. Ich finde diese Kamera total klasse. So ein simples Stück Technik, das so viel Spaß macht. Ich habe mich immer gefragt, wieso die so eine Fangemeinde hat und weshalb das Ding 20 Jahre gebaut wurde. Langsam verseht ich das. Es gibt ja viele Match-Needle-Kameras in den 1970ern, bis zurück in die 1960er ja sogar, aber die Pentax fühlt sich einfach gut an. Schwierig das in Worte zu fassen. Die Mechanik ist so leichgängig und fein, der Messer, wenn man sich einmal an ihn gewöhnt hat, erstaunlich präzise. Da kommen wenige Kameras, die ich habe, dran. Die sind meist viel klobiger wie die Zeniten und die Pentaconnen, mit einem satten Rattern und Ratschen beim Aufziehen, das mehr an einen Traktor als an Feinmechanik erinnert. Die K1000 hingegen fühlt sich grazil an, wie eine Ballerina, aber trotzdem stabil und präzise. Schwierig zu erklären. Mir gefällts.

Asahi Pentax K1000 mit VMC Vivitar 135mm 1:3.5

19.9.: Bei der Asahi Pentax K1000, die ich vom Rheinauen-Flohmarkt mitgebracht habe, war auch noch ein VMC Vivitar 135mm 1:3.5 dabei. Vivitar ist jetzt nicht unbedingt die Drittherstellermarke und wer das Ding tatsächlich gebaut hat, wird wahrscheinlich auf immer ein Geheimnis bleiben. Ich hoffe, es war Cosina. Die haben damals, am Ende der 1970er, ja für alle möglichen Firmen, teilweise auch für Erstausrüster, Kamerazubehör gebaut. Cosina ist meist qualitativ brauchbar.

Aber erst mal schauen, was wir hier überhaupt haben: Ein mäßig schnelles Portrait-Tele in einer meiner Lieblings-Brennweiten - 135mm eignet sich gut für das Freistellen von Personen vor einem schön weichen Hintergrund. f/3,5 ist jetzt nicht unbedingt das schnellste, aber durchaus ausreichend für die allermeisten Fälle. f/2,8 wäre schöner, aber ich nehme an, das war damals dem Erstbesitzer dieser Kameraausrüstung zu teuer. Das wäre dann wahrscheinlich auf eine "echte" Marke hinausgelaufen und die waren auch damals schon teuer. Ich habe keine harten Zahlen, aber ich nehme an, dieses langsamere Vivitar hat bestimmt nur die Hälfte dessen gekostet, was eine entsprechende Pentax-Brennweite mit der ca. halben Blende mehr Speed.


Schön ist auf jeden Fall, dass dieses kleine Tele recht handlich und leicht ist, aber trotzdem eine eigene, ein- und ausfahrbare Sonnenblende mit bringt. Die ist nicht besonders lang, aber gegen exzessives Flare hart an der Sonne sollte sie definitiv helfen. Ansonsten kommt dieses Objektiv ganz klassisch daher: Ein sehr langer Wurf des Schärfe-Rings hilft bei präziser Fokussierung, die Blende hat "nur" eine einfache Rastung von je einer Blende - außer von f/3,5 direkt auf f/5,6, da hätte ich eigentlich gerne noch einen Klick mehr, bei f/4 zumindest. Aber es geht auch so. Das haben ja viele Objektive aus dieser Zeit nicht, die offen bei "krummen" Blendenzahlen abfangen. (Das Pentax-M 50/2 ist halbblendengeklickt, btw.)

Die Verarbeitung ist OK, denke ich. Wie gesagt, für ein Tele dieser Brennweite recht handlich und leicht, aber trotzdem ist alles aus Metall. Alu, nehme ich an. Die Fokus-Schnecke müsste mal gereinigt und neu gefettet werden, die ist kurz vor Unendlich ein bisschen störrisch - wahrscheinlich hat das Ding in dieser Position 20 Jahre im Schrank gelegen. Mit ein bisschen Benutzung wurde das auch schnell besser, aber ist nicht ganz weg gegangen. Aber besser, das Fett wird mit der Zeit zäh, als dass es anfängt, sich zu verflüssigen und auf die Blenden oder Linsen zu kriechen. Von der Sorte habe ich ja schon genug hier rum liegen. Dann lieber ein bisschen steif an einer Stelle!


Die eher unauffällige Bauweise macht es jetzt auch nicht unbedingt zu einem Hingucker. Es handelt sich um ein reines Arbeitstier, nichts womit man bei seinen Retro-Foto-Freunden angeben könnte. Es tut genau das, wofür es gebaut wurde, und nicht mehr: Günstig eine solide Festbrennweite im Portrait-Bereich bereitstellen. Wer was mit mehr Bling und hübscher sucht, muss halt doch zum Erstausrüster greifen. Zum damit Arbeiten und Fotos machen ist das Objektiv aber völlig ausreichend und auch gar nicht so schlecht. Denn wie wir gleich in meinen Testfotos sehen werden: Das kann was!

Ich habe es dann nämlich natürlich auch auf den PK-to-EOS-Adapter geschnallt, den ich dann auf den EOS-to-E-Adapter gedreht habe, und siehe da: Die Fotos, die die Sony Alpha 7 damit im Garten macht, sind tatsächlich sehr hübsch. Kontrastreich und scharf, so ich das mit dem Focus Peaking denn richtig eingestellt bekomme - ich merke immer mehr, wie meine Augen altern! Die Gießkanne jedenfalls sieht gut aus, das Bokeh hinterm Windspiel ist mir persönlich etwas zu unruhig, auch wenn weit offen sehr schöne, runde Bälle entstehen. In die Ecken hinein wird es dann aber schon recht linsenförmig. Dafür haben wir hier aber kaum Abschattungen.


Das sieht man auch beim Bild gegen den blauen Himmel: Die Ecken sind praktisch gleich hell wie das Zentrum. Chromafehler sind gut kontrolliert, ich sehe kaum bis keine Farbränder um das kontrastreiche Feigenblatt in der Sonne, kein Farbbluten und brauchbare Schärfe, auch wenn ich ein bisschen gewackelt habe.

Und um den schlafenden Kater, der mir zwischenzeitlich meinen Klappstuhl geklaut hatte, damit zu fotografieren, reicht es auf jeden Fall aus. Die Naheinstellgrenze ist ein bisschen weit weg, mit 1,5m aber auch nicht ungewöhnlich für ein solches Objektiv. Aber es wirbt auch gar nicht damit, irgendwas mit Makro zu können, wie so viele andere Objektive, die man so findet. Es ist halt einfach nur eine Portrait-Brennweite und das kriegt es ganz gut hin, finde ich.


Fazit: Hätte ich es einzeln auf dem Flohmarkt gefunden, wäre ich wahrscheinlich einfach dran vorbei gegangen. 135er Dritthersteller-Objektive gibt es ja wie Sand am Meer. Aber es ist eigentlich ganz praktisch und macht hübsche Bilder. Ist nichts Besonderes, aber gerade dies solide Leistung im Kerngeschäft überzeugt mich. Das gehört noch zu der Generation von Kamera-Equipment, bevor der Feature Creep eingesetzt hat (Zoom, Makro, Superdupermegamarketing-Beschichtung). Und es passt gut zur K1000.