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Filmentwicklung am Montag - K1000 am Rhein

28.9.: Da ich nicht schon wieder eine Filmentwicklung vor der Vorstellung der Kamera, mit der ich die Bilder gemacht habe, haben wollte, habe ich diese Montags-Entwicklung mal nach hinten geschoben, bis die beiden Einträge zum Thema Pentax K1000 raus sind. Und da das jetzt so weit ist, hier also der zweite Film, den ich mit dieser Kamera gemacht habe. Und das kam so:

Am Samstag wollten wir ja auf die Kirmes in Eitorf (digitale Fotos folgen noch) und da ich bereits beim ersten Film, den ich mit der K1000 belichtet habe, so einen Spaß hatte an der Simplizität dieser Kamera, wollte ich direkt noch einen weiteren durch schicken. Am Samstag war das Wetter eher bedeckt, daher habe ich mich für einen 400er Kentmere entschieden. Der ist aber - schlupps - aus der Aufnahmespule gerutscht und als ich den Film straffen wollte - schlurp - in der Patrone verschwunden. Auch mit dem Tesafilm, den ich noch schnell beim Rewe gekauft habe - sowohl Rossmann als auch DM haben genau in diesem Moment geschlossen, sonst hätte ich einfach einen neuen Film gekauft -, und einer halben Visitenkarte habe ich es nicht geschafft, den Film da raus zu fummeln. Ich brauche wirklich mal einen Filmrückholer. Zu Hause habe ich auch kein Glück gehabt, ich hatte den offenbar schon zu sehr geärgert. Also im Wechselsack die Patrone geknackt und auf eine alte rüber gespult - deswegen sind die Bilder jetzt rückwärts nummeriert... ;-)


Da ich das dann aber auch tatsächlich wissen wollte, wie sehr ich den Film misshandelt habe, kam der direkt wieder in die Kamera rein und ich habe ihn halt am Sonntag auf dem Weg von Mondorf nach Reidth verbraucht. Natürlich hatten wir da strahlenden Sonnenschein und am Rhein sowieso noch mal doppelt so viel Licht, weil der Rest-Fluss dann doch noch sehr gespiegelt hat, sodass der 400er total übertrieben war. Aber so habe ich mal sehr weit geschlossene Blenden verwenden können. Bin nicht ganz bis f/22 gekommen, aber f/16 ist schon öfter dabei gewesen! Das ist ja doch extrem ungewohnt, wenn man sonst immer so bei meiner Lieblingsblende f/4 oder maximal hin und wieder mal f/5,6 Bilder macht.

Die Entwicklung habe ich dann am Montag nach Datenblatt vom Fomadon P W37 gemacht. Da steht Agfa APX 400 mit 13 Minuten drin und da das ja angeblich der gleiche Film ist... Sieht gut aus: Kräftige Kontraste. Richtig kräftig punchy. Bin auf die Scans gespannt. Ist ja nicht so, dass ich nicht eh noch, ich glaube, vier? ...fünf? Filme zu scannen hätte. Es regnet einfach nicht, man merkt es nicht nur am Wasserstand! ;-)


Jedefalls. Ich finde diese Kamera total klasse. So ein simples Stück Technik, das so viel Spaß macht. Ich habe mich immer gefragt, wieso die so eine Fangemeinde hat und weshalb das Ding 20 Jahre gebaut wurde. Langsam verseht ich das. Es gibt ja viele Match-Needle-Kameras in den 1970ern, bis zurück in die 1960er ja sogar, aber die Pentax fühlt sich einfach gut an. Schwierig das in Worte zu fassen. Die Mechanik ist so leichgängig und fein, der Messer, wenn man sich einmal an ihn gewöhnt hat, erstaunlich präzise. Da kommen wenige Kameras, die ich habe, dran. Die sind meist viel klobiger wie die Zeniten und die Pentaconnen, mit einem satten Rattern und Ratschen beim Aufziehen, das mehr an einen Traktor als an Feinmechanik erinnert. Die K1000 hingegen fühlt sich grazil an, wie eine Ballerina, aber trotzdem stabil und präzise. Schwierig zu erklären. Mir gefällts.