Skip to content

Laden eines Sony NP-FR1 mit einem Ansmann Powerline Vario X

Ebay sei Dank, das bestellte universelle Ladegerät ist schon da! Das ging schnell, obwohl es nur die normale Post war. Und was ist es: Ein gebrauchtes Ansmann Powerline Vario X. Wenn das das Haus abbrennt, weiß ich wenigstens, an wen ich mich wenden muss, denn es hat eine deutsche Adresse im Booklet! ;-) Echt, der einzige Grund, der gegen eines von den (wahrscheinlich sehr ähnlich bis gleich gebauten China-Teilen sprach: Wenn es abfackelt, weiß ich, dass ich wen verklagen kann! :-D

Man sieht: Ich vertraue dieser Technik nicht wirklich! Ich mein: Das Ding ist wirklich "universal" universal! Soll heißen: Polung und Spannung werden automatisch erkannt. Wie? Ich weiß es nicht. Ich habe es erstmal mit dem Messgerät überprüft. Scheinbar schickt es eine Wechselspannung in den Akku und überprüft dann, welche Welle wie stark zurück kommt? Keine Ahnung. Magie!


Jedenfalls habe ich dann direkt mal den NP-FR1 aus der Sony DSC P200 eingelegt und... nix! Joah. Das Ding ist so tief entladen, dass es scheinbar auf die Identifikations-Versuche der Ladeelektronik nicht mehr antwortet. Gut, ich hatte ja schon festgestellt, dass die Restspannung im Akku irgendwo so im Millivolt-Bereich liegt und ja, das ist teifstentladen. Sollte man auch einem Li-Ion-Akku nicht antun. (Davon abgesehen, dass die Anzeige im Messgerät bei so geringen Spannungen auch einfach falsch sein kann. Millivolt produzieren schon meine gestressten Nerven und was weiß ich, was die LED-Lampe über mir so abstrahlt!)

Also, was tun? Logisch schließend ging ich davon aus, dass der Akku zumindest die normale Abschalt-Restspannung haben sollte, damit das Ladegerät ihn überhaupt als solchen erkennt. Also habe ich mir was zusammen macgyvert: Das Li-Ion-Ladegerät für die CR2 genommen, ein bisschen Kabel, das ich hier eh abisoliert rum liegen hatte, da rein gefummelt, das ganze mit dem Messgerät verbunden und erst mal Spannung gemessen: 3,66V kommen da raus. Das klingt korrekt. Dann mit den beiden Messgerät-Sonden ran an die Akkukontakte, Augen zu und durch! (Vorher mit Edding die Plus- und Minus-Kontakte extra auf der Rückseite auch noch markiert, damit es da auf keinen Fall zu Verwechselungen kommt!) Erst Mal nur ganz kurz und den Ausschlag des Messgeräts beachtet, welches bei Kontakt von 3,6 auf unter 3,1 Volt fiel. Also irgendein Strom geht da rein in den Akku. Das ganze zwei, drei Mal wiederholt und sowohl die Temperatur von Akku und Ladegerät unter Kontrolle gehalten. Wie gesagt, ich habe mir jetzt kein "teures" Ladegerät gekauft, um dann selber die Bude abzufackeln! (LIEBE KINDER: NICHT NACHMACHEN! AKKUS BRENNEN UND EXPLODIEREN, WENN SIE FALSCH BEHANDELT WERDEN!) Nach etwa einer halben Minute zeigte das Ladegerät dann schon 3,15V an, nach zwei war die Spannung auf 3,2V gestiegen und auch, wenn ich die Steckdosenleiste abgestellt habe, blieb die Spannung, die der Akku jetzt abgab, einigermaßen stabil. An dieser Stelle schnell in das Ansmann-Gerät eingelegt und siehe da: Akku erkannt, wird geladen!


Jetzt bin ich mal gespannt, ob es auch irgendwann fertig wird. Das blink jetzt seit über einer Stunde vor sich hin, erst so 10 Minuten bei 25%, dann 20 bei 50% und jetzt eine halbe Stunde bei 75%. Sollte also langsam fertig werden. Die Verpackung verspricht, 2-3 Stunden für einen 1.000 mAh Akku, 6-7 für einen 3.000er. Auf dem Akku stehen 4,4Wh bei 3,6V, also was? 1.200 mAh? Sollte also in drei Stunden fertig werden. Ob der nach dieser langen Zeit der Tiefentladung überhaupt noch eine Spannung hält und Strom abgibt ist eine andere Frage. Genau so, ob die Kamera überhaupt noch funktioniert. Ich werde berichten! To be continued... ;-)

Sony DSC-P200

Und es war Weihnachten und die Schwiegermutter hat mal aufgeräumt, weil wir Besuch erwarteten. Da ist dann auch diese kleine Kamera endlich wieder aufgetaucht, die ich seit zwei Jahren suche, weil ich sie mal einem Test unterziehen möchte. (Freut euch also schon mal auf kribbelige Kompaktkamera-Bilder.) Die Sony DSC-P200 akzeptiert noch als einziges Speichermedium einen Memorystick! Gut, meine Alpha würde den auch noch nehmen und benutzen können, aber eben auch eine SD-Karte. Weil Sony damals schon eingesehen hatte, dass das mit den proprietären Formaten auf die Dauer Kaka ist. Aber die P200 ist noch vor dieser Erkenntnis konzipiert worden. Ebenso hat sie eine Buchse, die mit so ziemlich allem anderen inkompatibel ist, was es sonst noch gibt, sodass ich den Akku nicht laden kann (dazu ein eigener Eintrag), ohne das Ladekabel zu haben - in Zeiten von vorgeschriebenem USB-C kaum noch zu glauben.


Deshalb heute nur eine rein theoretische Beschreibung des Geräts: 7,2 Megapixel klingt jetzt heutzutage nicht mehr nach viel, war aber damals völlig ausreichend. Die Optik dieser kleinen Kompakten war zudem recht brauchbar, wenn ich mich richtig erinnere, sodass man damit ausreichend große Fotos machen konnte. Zudem beginnt das im Weitwinkle schon bei f/2,8, was schon ein bisschen Bokeh versprechen könnte. Der dreifach-Zoom endet dann allerdings bei f/5,2. Gut, das reicht wahrscheinlich, ist aber dann doch schon recht dunkel. Apropos Zoom: 7,9 bis 23,7mm stehen im Datenblatt, was einem Kleinbildäquivalent von 38-114mm entspricht. Crop-Faktor 4,8 bedeutet... 1/1,8 Zoll Sensor? Könnte sein, stimmt auch mit dem Datenblatt überein. ISO 100-400 ist allerdings schon ein sehr beschränkter Bereich. Jaja, alter Sensor.

Angeblich kann man 1-1/1000s manuell einstellen, automatisch kann sie wohl 1/2000s. Warum der Unterschied? Frag mal einer bei Sony nach! Ich habe keine Ahnung. Haben diese kleinen Dinger überhaupt einen mechanischen Verschluss? Das ist doch alles elektronisch, auch schon im Jahr 2008, oder? Das Datenblatt sagt nichts zu den (halb?) manuellen Modi, nur zu den üblichen Programmen, die ich ja grundsätzlich nicht benutze, wenn es sich vermeiden lässt. ;-) (Dämmerung, Dämmerung Porträt, Soft Snap, Landschaft, Strand, Schnee, Feuerwerk, High-Speed Shutter, Kerze. Whut? Was ist mit "normal" oder sowas? Egal.) Am Drehrad kann man nur Vollautomatik (Motivprogramme), P oder M einstellen. Hm. Keine Halbautomatik? Sowas! Naja, aber dann werde ich halt mal ein bisschen manuell damit spielen, falls ich den Akku geladen bekomme und die Kamera überhaupt noch funktioniert.


Denn: Das gute Stück ist ziemlich verschrabbelt und verbeult. Das hat so manchen Urlaub der Schwiegereltern mitgemacht und ist nicht allzu pfleglich behandelt worden. Trotzdem, ich hoffe, dass noch Leben drin steckt. Ich erinnere mich nämlich, dass die Bilder eigentlich ganz gut waren, die da aus dem Memory Stick raus kamen. (Hab ich überhaupt noch einen Cardreader... oh, tatsächlich, das "aktuelle" USB3-Dings, das ich da habe, hat sogar einen Memory Stick Slot! Erstaunlich!) Ich mein, es ist eine Sony, die werden da jetzt nicht den letzten Scheiß zusammen gekloppt haben. Im Allgemeinen wissen die ja, was sie tun. Aber es ist halt auch schon ein paar Jahre her, dass ich ein paar Fotos dieser Kamera das letzte Mal in den Händen hatte. Würde mich interessieren, ob die Erinnerung besser ist als die tatsächliche Leistung. ;-)


Dementsprechend: Ich kann es kaum erwarten, den Akku laden zu können! Habe mir jetzt so ein universelle Teil bestellt, das angeblich alles laden kann, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bin gespannt. Der Fotomensch hier unten in der Stadt hatte sowas ja nicht mehr. Moment, habe ich das nicht schon mal erzählt? Ich werd alt! ;-)

Erste Filmentwicklung des Jahres

Draußen ist eigentlich das perfekte Wetter für einen kleinen Spaziergang, aber ich habe noch immer Kopfschmerzen. Also habe ich gedacht, bekämpfe Gleiches mit Gleichem und atme noch ein paar Microphen-Dämpfe ein, dann geht das sicher besser! ;-) (Spoiler: Nein.) Aber apropos Microphen: Das Zeug habe ich scheinbar im Oktober 2023 angerührt. Das steht jedenfalls auf dem Aufkleber. Und das bedeutet, dass das jetzt über zwei Jahre alt ist! Da habe ich das lieber vorher mal ausgiebig getestet. Und warum habe ich dann nachher nicht auf meinen Test gehört? Weil ich dumm bin! Der Test hat ergeben, dass 15 Minuten gerade so gut sind, aber ausgerechnet hatte ich 13:30 Minuten. Und dann hab ich noch eine halbe Minute drauf gelegt, weil ich mein Bauchgefühl nicht total ignorieren wollte.


Zum Glück habe ich aber vorher noch bemerkt, dass mein Thermometer einen temporären Schaden hat! Das hat wohl zu viel auf dem Kopf gelegen. Jedenfalls ist ein beträchtlicher Teil des roten Alkoholgemischs nach oben gelaufen und da hängen geblieben. Somit war meine Temperaturmessung total am Popo, so viel wusste ich! Aber welche Temperatur hatte ich dann tatsächlich? Es ist bei diesen Temperaturen, die zZt aus der Leitung kommen (entweder so unter 10°C, wenn man es auf "kalt" stellt, oder irgendwo jenseits von 30°C, wenn man es auf warm stellt) ja schon eh nicht so einfach, 20°C auszumessen. Und wenn das Thermometer dann auch noch verstellt ist... Ich hab dann 22° geraten, das war ungefähr die Länge des oben fest steckenden Stücks Rot, während es unten rum "20" angezeigt hat. (Hö hö hö. untenrum 20 gemessen! Hö Hö! ;-)) Die Wahrheit war wahrscheinlich eher so bei 21°C. Das habe ich nämlich an dem, was nach der Entwicklung aus dem Jobo-Becher kam, gemessen, nachdem ich das Thermometer einmal ganz kurz mit sehr, sehr heißem Wasser bekannt gemacht hatte, damit die Säule bis ganz oben hoch anschlägt. Was man ja eigentlich nicht machen sollte. Aber es hat tatsächlich das feststeckende Stück oben "abgeholt", sodass ich dem Ding jetzt wieder einigermaßen trauen kann. Wo ist eigentlich das Fieberthermometer? Wenn man Baby-Fläschchen damit messen kann, warum nicht ein Tässchen Microphen? :-D

Jedenfalls: Das Ergebnis ist ein bisschen dünn geworden. Die 14 Min waren bestimmt die eine Minute zu wenig, wohl eher mehr. Hätte auch gut 16 Minuten vertragen können. Aber da kann ich beim Scannen sicher noch was raus holen. Mit Abzügen könnte es allerdings schwer werden. Muss ich mal schauen.


Ansonsten ist der erste Eindruck: Das lange Tokina-Tele funktioniert erstaunlich gut auf der analogen Minolta Dynax 7Xi. Ich mein, ja, die war damals ja auch so ziemlich die beste Minolta, die man Anfang der 1990er für Geld kaufen konnte, ohne einen Kleinkredit aufnehmen zu müssen. Es ist immer wieder traurig, dass man solch (semi-)professionelle Kameras heutzutage als Dreingabe hinterher geworfen bekommt. Die waren damals richtig, richtig teuer. (Boah, es ist schlimm: Wenn ich danach Google, halluziniert sich die KI erst mal wieder irgendeinen totalen Scheiß zusammen, es ist zum Kotzen! Wer hat eigentlich das Internet kaputt gemacht? Gut, einen "echten", unimaginierten Preis finde ich also auf die Schnelle nicht.) Und das AT-X war sicher auch nicht ganz günstig. Ich sag mal so: Ich würde für die Kombi ein kleines Vermögen im Bereich eines älteren Gebrauchtwagens als untere Grenze ansetzen, so rein aus dem Bauch heraus, und das merkt man auch alleine schon bei der Bedienung und der gesamten Haptik, selbst 35 Jahre später noch.

Ein richtiges Fazit gibt es aber erst, wenn ich die Bilder gescannt habe. Bis dahin also noch ein bisschen Geduld! ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 324: Bödinger Sonnenschein

Fomapan 200 #14, September 2025
  • Ricoh KR-10x, Rikenon P 1.2 50mm
  • Entwicklung: Kodak D-76 Stock #6, 8:00 Minuten, 21,5°C, Adofix Plus 1+5 (?.), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Auch dieser Film geht zu Ende und ich habe nur noch diesen einen Eintrag zu dem Thema KR-10x zu verfassen. Heute geht es auf den Berg hoch und wir schauen uns mal wieder ein bisschen in Bödingen um. Gutes Wetter war ja, also warum nicht ein bisschen Film verschwenden? ("Unbekannte Zeit" heißt wie immer bei dieser Kamera hauptsächlich, dass ich den Automatik-Modus angeschaltet hatte und sie mir nicht verraten wollte, wie schnell oder langsam sie denn jetzt tatsächlich belichtet. Etwas irritierend, finde ich.)

An den Fußball erinnern wir uns sicher, oder? (Unbekannte Zeit, f/5,6.) Ist ja noch nicht so lange her. Hier unten auf dem Boden war das mit dem gerade Horizont so eine Sache, aber dafür habe ich den Fokus ausnahmsweise mal genau eingestellt und der Ball ist richtig gut scharf geworden. Manchmal findet auch ein blindes Huhn ein Korn. ;-)


Die binsenartigen Kolben am Ende der Straße habe ich natürlich auch noch in s/w mit genommen. (Unbekannte Zeit, f/5,6.) Das ist übrigens die Stelle, an der die Kamera einen leeren Frame produziert hat, deswegen der Sprung von #30 auf #32. Scheinbar ist da irgendwas im Inneren doch nicht mehr ganz so fit. Solange es nur hin und wieder ein verlorener Frame ist, sag ich ja nichts, aber ich fürchte fast, das ist ein Symptom einer fortschreitenden Alterung. Schade, denn die Kamera macht wirklich gute Bilder.

Und dann stand da dieses golfcartartige Etwas auf der Wiese, bewacht von ein bis zwei Hunden, die mich dann doch ein bisschen angekläfft haben, als ich dieses Bild gemacht habe. (Unbekannte Zeit, f/5,6.) Habe ich eigentlich nur f/5,6 gewählt? Ja. Es war sehr hell und ich nehme an, dass die Automatik hier auch die minimal möglichen 1/1000s eingespielt hat, bei all den Bildern, die wir bisher hatten. Hier wieder etwas unscharf, ich habe wohl in der Hitze des Gefechtes nicht korrekt auf den Fokus geachtet.

Dann ein Gegenlichtbild der Wallfahrtskirche. (Unbekannte Zeit, f/11.) Spannendes Flare, das praktisch den ganzen Frame ausfüllt. Hätte nicht gedacht, dass dieses Objektiv bei f/11 noch so ein großes Sechseck (?, es ist ja nicht ganz drauf) ins Bild malt. Sieht aber schon irgendwie cool aus!


Vor dem Eingang zum Vorplatz der Kirche habe ich dann mal wieder die tief roten Weinblätter an der Mauer mitgenommen. (Unbekannte Zeit, f/8.) Man kann tatsächlich jede einzelne Maserung und fast schon jede Zelle erkennen. Das ist schon eine Leistung für den billigen Foma-Film, der jetzt nicht das höchstmögliche Auflösungsvermögen besitzt. Spannend. Bei f/8 hat dieses Objektiv scheinbar auch seine größte Schärfe, würde ich jetzt mal behaupten, von dem, was ich bisher gesehen habe. Ist jetzt ein bisschen schwierig, weil ich scheinbar nicht so sorgfältig gearbeitet habe, wie ich das von mir selbst eigentlich fordere. Und ich kann der Kamera glaube ich nicht die Schuld geben, zumindest nicht die komplette!

Wie immer muss auch eine der Laternen vor der Kirche auf dem Film sein. (Unbekannte Zeit, f/8.) Auch hier bin ich erstaunt: Selbst die feinen Spinnwebenfäden sind noch gut erkennbar. Und auf den ersten Blick sieht das Bild ja mal wieder total schief aus, bis man merkt: Die Kirche im Hintergrund ist genau senkrecht, es muss also am Laternenpfahl liegen. Jetzt weiß ich leider aus dem Kopf nicht mehr, welche von denen das war, sonst hätte ich das bei unserem nächsten Besuch noch mal überprüft, ob die wirklich so pisa-mäßig da in der Gegend rum steht! ;-)


Auf dem Rückweg zum Auto habe ich dann mal wieder eines der in der Gegend stehenden Schilder mitgenommen. (Unbekannte Zeit, f/2,8.) Und wenn die Kamera mich die Blende öffnen lässt, mache ich das natürlich auch. Das Ergebnis ist leichte Unschärfe im Hintergrund, die allerdings ein bisschen unruhig-kribbelig wirkt. Da wird mir schon ein bisschen schwindelig, wenn ich da längere Zeit hin schaue. Gut, jetzt ist f/2,8 auch nicht wirklich die richtige Blende für den Effekt, den ich eigentlich erzielen wollte, aber ich habe den Eindruck, dass ich das bei anderen Objektiven schon besser gesehen habe. Liegt es an der nur sechseckigen Blende? Oder am Linsenaufbau selber? Da verstehe ich jetzt leider wieder nicht genug von der Technik, als das ich das sagen könnte. Man kann leider nicht alles wissen, was ich ehrlich gesagt sehr schade finde. ;-) Egal, freue ich mich lieber über ein einigermaßen rostig-moosig-flechtiges Schild, dass ich meiner Sammlung hinzufügen kann.

Dafür, dass die Kamera mir zwischendurch einen Frame geklaut hat, finde ich es nur in Ordnung, dass ich auf den 36er am Ende 38 Bilder (also, -1, also eigentlich nur 37) bekommen habe. So konnte ich am Ende noch diesen Apfel auf der Wanderbank einsammeln. (Unbekannte Zeit, f/4.) Leider hat diese im rechten Teil ein paar Kratzer abbekommen, wo die Welle geschrabbt hat, als ich den Aufspann-Hahn dann noch mal ziehen wollte und der Film nicht mehr nachgegeben hat. Aber was solls, das gehört zur Analogfotografie dazu. Wir merken uns allerdings: Diese Kamera gegen Ende des Films nicht mehr ganz so schwungvoll aufziehen! ;-)

So, und am Ende ist es Zeit für ein Fazit: Ja, gefällt mir ganz gut, was diese kleine, recht günstige Flohmarktkamera gemacht hat. Alles eigentlich in Ordnung. Das Fokussieren ist ein bisschen schwieriger, scheints, und die alte Mechanik könnte wohl mal ein bisschen Liebe in Form von CLA gebrauchen. Aber die Belichtungsmesser-Elektronik und die Berechnung der Zeiten scheint noch immer problemlos zu funktionieren. Ich hatte auf jeden Fall Spaß mit der Kamera, auch wenn sie mir nicht gesprächig genug ist: Ich würde gerne wissen, welche Zeit die Automatik zu verwenden gedenkt. Aber ansonsten: Keine Beschwerden. ;-)

Schwarz-weiß und analog, Teil 323: Einmal Oberpleis, bitte

Fomapan 200 #14, September 2025
  • Ricoh KR-10x, Rikenon P 1.2 50mm
  • Entwicklung: Kodak D-76 Stock #6, 8:00 Minuten, 21,5°C, Adofix Plus 1+5 (?.), 7:00 Minuten, Adoflo II 1+200
Eine mit Film bestückte Kamera nehme ich natürlich überall mit hin. So begab es sich, dass wir im Herbst in Oberpleis waren und ich ein paar s/w-Fotos mit nach Hause gebracht habe. Unterwegs hatte die Ricoh KR-10x allerdings eine kurze Ladehemmung, da wollte sie plötzlich nicht mehr auslösen und ich dachte schon, dass sie jetzt hinüber ist. Aber dann, fünf Minuten später ging sie plötzlich wieder. Woran es dann am Ende lag, weiß ich nicht. Altersschwäche, nehme ich an. (Im nächsten Artikel habe ich einen Frame verloren, weil sie da den Shutter nicht gespannt hatte, obwohl ich am Heble gezogen hatte. Nicht mehr die zuverlässigste Technik, scheints.)

Zuerst einmal haben wir hier die Kirche mitten im Dorf, wie immer, denn ganz in der Nähe hatten wir geparkt. (1/250s, f/8.) Sieht gut aus, muss ich nicht viel zu sagen. Jedes 50er macht bei f/8 gute Fotos. Also, ich kenne jedenfalls keines, das nicht wenigstens einigermaßen brauchbare Resultate liefert, wenn es sich nicht gerade um irgendeine Plastiklinse aus einem China-Knipsomaten handelt.

Ein paar Meter weiter habe ich dann die alte Villa im Park ins Visier genommen, wo jetzt wohl mehrere Arztpraxen drin sind. (1/500s, f/4.) Schönes Bild geworden, so quer durch die Nadeln der hier stehenden Bäume hindurch fotografiert. Sieht besser aus als im Original. Ist hier immer ein bisschen schmuddelig, habe ich den Eindruck, obwohl die Stadtreinigung durchaus bemüht ist. Die Leute hinterlassen nur schneller Dreck, als dass die den weg räumen könnten. Aber davon sieht man auf diesem Bild nichts, ist also ein gutes Beispiel dafür, was der Fotograf in seiner Komposition bewusst (oder manchmal auch unbewusst) ausblenden kann. Bilder formen Meinungen. (Und jetzt kommt als nächstes wieder so eine LLM-Hasstirade; denkt euch die einfach hier hin, ihr wisst ja, was ich sonst so schreibe. ;-))


Hier, in den näheren Ausläufern des nicht-mehr-ganz-aber-eigentlich-doch-Rheinlandes findet man verdammt oft Sticker des 1. FC. So auch am Bücherschrank. (1/250s, f/4.) Ich scheine auch endlich mal das mit dem korrekten Fokussieren hin bekommen zu haben, das ich in den ersten beiden Artikeln ja so bemängelt habe. Scheint also doch eher an meiner Brillenstärke als an der Kamera zu liegen. Hier jedenfalls perfekt gesetzt. Und ich finde, das Bild ist richtig spannend geworden mit der Unschärfe im Hintergrund, den großen Sechsecken, den sehr scharfen Ranken, die übers Dach ragen, und schließlich dem Aufkleber in der Mitte, der den ganzen Lokalstolz in eine Aussage zusammenfasst: Ein Dom, ein Verein! ;-) (Ich bin kein Fußballfan, ich kann nur raten! :-D)

Das Bobby-Car von der anderen "großen" Firma, das in einer der Straßen jenseits der Schule am Zaun hängt, hatte ich glaube ich auch schon mal. (1/500s, f/4.) Hier habe ich bewusst mal ein bisschen überbelichtet. Mir war gerade danach. So kommen die Strukturen der Reifen richtig gut raus. Die Schatten des Lenkrades gefallen mir auch gut. Nettes Bild. Ja, man hätte es auch bei f/2.8 machen können, wenn ich es eh eine Blende überbelichte, aber das bisschen mehr Schärfe im Subjekt ist schon passend und der Hintergrund ist noch immer mehr als befriedigend unscharf.


Bei der Kunst an der Gesamtschule habe ich wieder ein bisschen zu weit nach hinten fokussiert, was dem allgemeinen Eindruck aber nicht viel macht. (1/500s, f/4.) Hätte natürlich eigentlich auch direkt f/8 nehmen können, hätte zum Wetter gepasst und hier ist eh nicht viel Hintergrund zu sehen, der unscharf hätte werden können. Im Nachhinein hätte ich glaube ich noch ein bisschen mehr in die Knie gehen sollen. Hätte glaube ich einen interessanteren Winkel ergeben.

Ich glaube, hier war dann irgendwo die Ladehemmung und ich konnte den Mast vor der Schule nicht fotografieren. Das nächste Bild ist dann das Wegekreuz kurz vor der "Innenstadt", als die Kamera dann aus unerfindlichen Gründen doch wieder ging. (1/60s, f/8.) Ich habe den Eindruck, dass das ein ganz kleines bisschen verwackelt ist. Ich glaube, der Spiegelanschlag muss neu gepuffert werden. Das sieht nämlich mehr nach einem Zittern als nach einem Verreißen aus. Ist auch relativ subtil. Muss ich mal entsprechenden Schaumstoff besorgen. Kann ja auch nicht viel schwerer sein als Lichtdichtungen tauschen und ich habe da noch ein paar Kandidaten, wo das nötig ist.


Die Indianerin First Nation Angehörige hat es dieses Jahr tatsächlich sogar in meinen Weihnachtskalender geschafft. (1/1000s, f/2,8.) Weil mein Bruder ja immer meint, meine s/w-Fotos wären so deprimierend. Das trifft auf diese fröhliche Frau nun echt nicht zu. Weiß gar nicht, warum die sich so freut. Die weiß noch nicht, dass die Decken, die der weiße Mann ihr gebracht hat, mit Pocken infiziert sind. Irgendwie so. Kann man an dem Outfit erkennen, um welchen Stamm es sich handelt, oder ist das ein komplett der kolonialistischen Phantasie entsprungenes Produkt?

Von so viel Gedöns kriege ich Kopfaua, deswegen war es ganz gut, dass ich auf dem Weg zum Auto noch diese Apotheke gefunden habe. (1/500s, f/4.) Das A blättert schon ein bisschen und ich hätte ja echt mal den Fussel von der Katze weg retouchieren können, echt jetzt! ;-)

Nächstes Mal (und zum letzten Mal in diesem Film) geht es rauf nach Bödingen. Mal gucken, was ich da wieder fotografiert habe. (Kirche auf jeden Fall, Pferde nur, wenn sie nah genug für das 50er waren.) (Ich hab gerade mal gelupscht: Keine Pferde! Sowas! ;-))