Der letzte Rheinauenflohmarkt dieses Jahres (Oktober 2026) - Erste Testfotos Sigma AF Super-Wide II 1:2.8 f=24mm
17.10.: Letzter Flohmarkt des Jahres in den Bonner Rheinauen. Da mussten wir natürlich hin, weil. Ist ja sozusagen unser heimisches Jagdgebiet direkt vor der eigenen Haustür. Und ich werde hier auch selten enttäuscht, ich finde immer irgendeinen Kamera-Kram, der sich mitzunehmen lohnt.
Heute haben wir ganz ausnahmsweise mal nicht auf "unserer" Rheinseite (bei der Telekom) geparkt, sondern sind rüber gefahren über den Rhein und haben uns hinterm Maritim bei den Bundesministerien abgestellt. Weil: Das Wetter war, wie man auf den Bildern ja auch sehen wird, eher bescheiden und nass uns kalt und der zu erwartende Ansturm war jetzt nicht so groß und da haben wir das mal ausprobiert. Ging eigentlich ganz gut. Nun waren wir aber auch schon recht früh nach Öffnung des Marktes da, ich sag mal, so um 9? Da ist ja grundsätzlich noch nicht so viel los. Entlang der Straßen war jedenfalls schon kein Parkplatz mehr zu bekommen, obwohl die Parkbuchten geöffnet waren.
So habe ich jedenfalls auch mal wieder ein paar Architektur-Bilder von den Ministerien bekommen. Verkehr ist das eine, das weiß ich, und das gegenüber irgendwas medizinisches, fragt den P, der kennt sich da aus.
Mit dem 35-105mm, das ich zu dieser Zeit noch auf der Sony A7 hatte, kann man hier ganz gut arbeiten, wenn man weit genug abblendet, um die Fehler dieser eher schlechten Optik ein bisschen zu kaschieren. Was ich ja bei Architektur aber eh meist mache - das sollte alles hauptsächlich bei f/8 entstanden sein, sag ich mal. Ist ja jetzt auch schon wieder ein paar Tage her, ich erinnere mich nicht so genau. Da halten sich die Eckenverzerrungen ja einigermaßen in Grenzen. Nicht, dass man die sehen würde, wenn man nicht gerade danach sucht. Ist halt altmodisches Vintage-Glas. Das ist ja irgendwie auch Sinn der Sache, sonst könnte ich da auch andere Objektive drauf machen. Die 28-80mm-Kit-Linse von Js Dynax 5 ist sicher moderner und schärfer. Aber das ist ja nicht der Punkt! 
Über die Brücke hinweg und nach einem Blick über die Allee hinauf zum Posttower kamen wir dann schließlich in den Rheinauen bzw. auf dem Markt an. Mussten uns erst mal einnorden, denn hier kommen wir nun normalerweise wirklich nicht raus. Aber Mario und Luigi haben uns den Weg gewiesen und wer mehr wissen will und vor allem ein paar Bilder, um die es in der Headline geht, der muss schon im "erweiterten Eintrag" weiter lesen. Denn bis hier her ist alles mit dem Zoom gemacht, das ich ja immer mit auf den Flohmarkt schleppe, weil praktisch. Deshalb: KLICK!
Heute haben wir ganz ausnahmsweise mal nicht auf "unserer" Rheinseite (bei der Telekom) geparkt, sondern sind rüber gefahren über den Rhein und haben uns hinterm Maritim bei den Bundesministerien abgestellt. Weil: Das Wetter war, wie man auf den Bildern ja auch sehen wird, eher bescheiden und nass uns kalt und der zu erwartende Ansturm war jetzt nicht so groß und da haben wir das mal ausprobiert. Ging eigentlich ganz gut. Nun waren wir aber auch schon recht früh nach Öffnung des Marktes da, ich sag mal, so um 9? Da ist ja grundsätzlich noch nicht so viel los. Entlang der Straßen war jedenfalls schon kein Parkplatz mehr zu bekommen, obwohl die Parkbuchten geöffnet waren.
So habe ich jedenfalls auch mal wieder ein paar Architektur-Bilder von den Ministerien bekommen. Verkehr ist das eine, das weiß ich, und das gegenüber irgendwas medizinisches, fragt den P, der kennt sich da aus.
Über die Brücke hinweg und nach einem Blick über die Allee hinauf zum Posttower kamen wir dann schließlich in den Rheinauen bzw. auf dem Markt an. Mussten uns erst mal einnorden, denn hier kommen wir nun normalerweise wirklich nicht raus. Aber Mario und Luigi haben uns den Weg gewiesen und wer mehr wissen will und vor allem ein paar Bilder, um die es in der Headline geht, der muss schon im "erweiterten Eintrag" weiter lesen. Denn bis hier her ist alles mit dem Zoom gemacht, das ich ja immer mit auf den Flohmarkt schleppe, weil praktisch. Deshalb: KLICK!
Und so geht das auch erst mal weiter. Ich weiß, ich weiß, ich sollte nicht so teasen und dann nichts dergleichen ausstellen. Stattdessen langweilige Fotos, mit dem selben alten Objektiv geschossen wie immer auf diesen Flohmärkten. Tststs! False Advertising!
Aber ich mein, guckt mal, da ist ein originaler Atari 2600 und ein nachgebauter C64! Das ist doich schon mal was:
Der Stand mit den selbst gehäkelten Kuschel-Viechern (auch wenn ich bezweifle, dass jemand den grumpy guy aus Spongebob kuscheln will) war auch wieder da. Und Kameras, die üblichen Kameras. Mittlerweile kenne ich die Auslage der meisten Stände ja. Also, zumindest von denen, die eh immer da sind. Deswegen sind die wechselnden Gäste auf diesen Flohmärkten ja auch viel interessanter, weil die das meist ja auch nicht ganz so professionell betreiben. Ach, und schaut mal, ein altes eTrex! Cool, das ist sogar die etwas größere Version als die, die wir haben.
Und dann, an einem der Stände, die ich mir nicht immer komplett von oben bis unten anschaue, fand ich dann eine alte Minolta 7000i mit diesem wunderschönen (wenn auch sehr klebrigen) Sigma AF Super-Wide II 1:2.8 f=24mm drauf. Das habe ich dann mal verhandelt, dass ich die Kamera nicht auch noch mitnehmen muss, ich habe schon so viele Minoltas. Und prompt hatte ich ein schlechtes Gewissen! Weil, wahrscheinlich waren die beiden ihr ganzes Leben lang miteinander gepaart und jetzt habe ich sie getrennt! *schnüff* Ich bin ja schon ein sentimentaler Trottel, irgendwie!
Ab dem Besteck jedenfalls habe ich nur noch das 24er drauf gehabt, in seinem schmutzigen Fundzustand, klebrig an der Plastikbeschichtung und verschmiert auf den Linsen vom Andaddeln durch hundert Flohmarktbesucher. Und trotzdem macht es hervorragende Bilder. (Ist das überhaupt Plastik? Das ist eigentlich eine Gummierung für die Griffigkeit, oder? Oder wird Silikon auch irgendwann so schmierig? Ach, hätte ich doch mal einen Chemie-LK gehabt und wüsste das!
)
Diese ersten Fotos sind tatsächlich also das, was mich vom Kauf überzeugt hat. Ich mein, natürlich, der Preis auch, weil, er wollte das Äquivalent von eineinviertel Dönern dafür haben. Nicht mal eine ganze Pizza. ('n Zehner, um genau zu sein.) Da kann man ja nix sagen. Dafür habe ich eine wirklich sehr spannende Brennweite bekommen, die viel Macro kann. Ist mir dann erst zu Hause aufgefallen, dass das ja das Gegenstück zu dem 24er darstellt, das ich auf der Canon mit mir rum schleppe und dem ich noch immer nicht den Modchip verpasst habe, damit die Blende mal richtig schließt. Oh man, ich hab echt mal was zu tun diesen Winter, da stehen bestimmt fünf Objektive rum, die mal gemacht werden müssen...
Nachdem wir uns dann jedenfalls einig geworden waren, habe ich rundherum überall drauf gehalten. Einfach, weil ich es kann. Und die Bilder sind alle extrem spannend geworden, finde ich. 24mm ist ja wirklich sehr weit und macht erst auf kurze Distanzen so richtig Spaß, umd diesen Warp-Effekt zu bekommen. Aber auch Landschaft funktioniert damit ganz gut. Die Brennweite ist halt so in dem Bereich, was das Auge heutzutage von Handys gewohnt ist.
Die Abbildungsleistung ist eigentlich rundrum zufriedenstellend. Ist jetzt kein originales Minolta, das sieht man tatsächlich. Aber es ist ein typisches Sigma aus der guten alten analogen Zeit im das Jahr 1990 herum, finde ich. Die haben irgendwie eine gewisse Qualität, die ich wiedererkennen zu meine. (Das Internet behauptet, etweder 1986 oder 1988, aber ich nehme an, dass die Optik schon älter ist und sich das nur auf die verschiedenen AF-Versionen bezieht, die es von diesem Objektiv gab. Ich denke, das geht alles auf die gleiche Rechnung vom Anfang der 1980er zurück, die es auch schon bei den manuell zu fokussierenden Super-Wides gab. Oder hat die II tatsächlich eine Bedeutung? Man weiß es nicht. Die KI denkt sich ja immer was aus, wenn sie nicht weiter weiß; man kann ja nichts mehr glauben, was man im Netz liest.) (Also, die Pentaxer unterscheiden die drei Versionen - Super-Wide, Super-Wide II und Super-Wide II mit AF - deutlich von einander, wobei die AF-Version tatsächlich am Besten abschneidet. Das würde erklären, warum ich so unterschiedliche Reviews lese und ich nicht nachvollziehen kann, warum das teilweise so schlecht bewertet wird. Meine Version auf der 24MP Mirrorless macht exzellente Bilder - für sein Alter -, wie man ja auch sehen kann. Ja gut, der AF ist halt Schrott, wenn man das mit heutigen Ultraschallmotoren vergleicht, aber das ist nicht der Punkt: Wenn man 1000 Euro oder mehr im Fotoladen ausgibt, bekommt man ja wohl hoffentlich tatsächlich was Hochwertigeres, als wenn man auf dem Flohmarkt was bald 40 Jahre Altes für 'n Zehner von einem Dritthersteller mit nimmt. Wobei, heutzutage weiß man das auch nicht mehr so genau... Die Enshittification macht auch vor der Fotografie nicht halt...
)
Jedenfalls: Wie man sehen und lesen kann, bin ich sofort toral angetan gewesen von dem Ding. Macht dem Alter entsprechend sehr schöne Bilder und wenn man diesen weitwinkligen Handy-Look bisher in meinen Fotos ein bisschen vermisst hat, hier habe ich jetzt das perfekte Objektiv dafür. Die Canon EF Version von dem Teil hatte ich ja damals gekauft, weil der Cropfaktor der 700D von 1,6x ja ziemlich genau den Blickwinkel zwischen einem 35er und einem 40er ergibt. Dass die Blende da nicht funktioniert, wusste ich zu dem Zeitpunkt ja noch nicht. Da die Kamera ja aber auch die Ränder eben weg croppt und ich zudem nur bei Offenblende Bilder machen kann, s.o., hatte ich bisher auch keine Ahung, wie hübsch die eigentlich abgebildet werden können. Das sieht man hier bei der Vollformat-Sony, die keine Probleme mit der Blendensteuerung hat, dann dafür umso besser: Den Pavillion etwa habe ich nur moderat auf meine Lieblingsblende f/4 abgeblendet, also gerade mal ein EV, und man kann rechts am Rand das Schild von der Volksbank am Fahrradständer mehr als gut erkennen und lesen. Selbst in dieser auf Webformat 4k runter gerechneten Version lässt sich durch das Pixelrauschen der Kamera und die Kompressionsartefakte hinweg noch erkennen, dass auf dem Schildchen mittig an der Säule "WC" steht - in welche Richtung der Pfeil zeigt, das ist dann allerdings tatsächlich verloren geangen. Völlig ausreichend. Ganz unten links in der Ecke, im Blattgemüse des Busches da, da kann man dann sehen, ja, die Ecken sind etwas schmierig. Aber hey, das ist ein recht weites Weitwinkel, das darf das! Bei f/8 ist das weg, nehme ich an. Also, ich kann mich jedenfall beim besten Willen nicht beschweren. Und ich versuche es gerade echt! Ich mein: ZEHN EURO!
Zwischen all dem Foto-Gebrabbel vergessen wir nicht: Ich war auf dem Flohmarkt und dementsprechend habe ich dann auch mal weiter fleißig die Auslagen fotografiert. Jetzt halt mit dem 24er, was bedeutet, dass ich auch deutlich näher ran gehen musste. Scheint aber keinen gestört zu haben. Hab immer gedacht, komm, aus der zweiten Reihe merken die Leute das nicht so schnell, aber es scheint sie halt auch grundsätzlich eher weniger zu interessieren, wenn ich ihre Klamotten fotografiere. Hm...
Gut, die Marktschreier beim Gemüse hatten eh besseres zu tun, als sich mit mir zu beschäftigen. Wobei, diesen Kürbis (oder einen seiner Kollegen) haben wir dann tatsächlich auch gekauft. Der müsste übrigens mal dringend gemacht werden, der liegt jetzt schon drei Wochen, wird ja auch nicht besser... Aber die Grippe hat echt alles nach hinten verschoben, auch meinen Essensplan!
Und dann waren wir wieder am Ausgangspunkt unseres heutugen Ausflugs über den Rheinauenflohmarkt. Soll heißen: Wieder zrück über die Brücke, noch mal eben schnell ein paar Fotos von den Wegen hier gemacht. Besonders interessant hier auch das auf f/16 abgeblendete Geländerfoto, weil ich mal echt alles auf einmal scharf haben wollte. Funktioniert erstaunlich gut mit diesem Objektiv und im Wusel sieht man auch die Schmutzpartikel auf dem Spiegel nicht so. Eine wahrhaft erstaunlich große Schärfentiefe erreicht man mit diesem Objektiv hier: Ich hatte auf das Geländer fokussiert und selbst der Posttower am Horizont ist noch scharf. Umgekehrt geht aber auch: Selbst bei f/8 kann man im Makrobereich sehr schönes Bokeh zaubern, wenn man eben nur nah genug ran geht. Also möglichst bis zur 1:4 Markierung! Gefällt mir! Sehr universell einsetzbar!
Und dann waren wir zurück am Auto und mein kleines Review plus Flohmarktbeschreibung neigt sich dem Ende entgegen. Das Fazit möchte ich heute mal etwas anders formulieren: Man sollte ein kleines, günstiges und eher unscheinbares Objektiv nie links liegen lassen. Echt nicht. Auch die Teile aus den sonst so verschmähten 1980ern und zum Teil auch noch die aus den 1990ern können erstaunlich viel und machen echt Spaß! Und es ist immer wieder erfrischend und bringt neuen Schwung in die eigene Fotografie, einfach mal zu experimentieren, und da eignet sich eine neue Festbrennweite ganz hervorragend!
Der Stand mit den selbst gehäkelten Kuschel-Viechern (auch wenn ich bezweifle, dass jemand den grumpy guy aus Spongebob kuscheln will) war auch wieder da. Und Kameras, die üblichen Kameras. Mittlerweile kenne ich die Auslage der meisten Stände ja. Also, zumindest von denen, die eh immer da sind. Deswegen sind die wechselnden Gäste auf diesen Flohmärkten ja auch viel interessanter, weil die das meist ja auch nicht ganz so professionell betreiben. Ach, und schaut mal, ein altes eTrex! Cool, das ist sogar die etwas größere Version als die, die wir haben.
Und dann, an einem der Stände, die ich mir nicht immer komplett von oben bis unten anschaue, fand ich dann eine alte Minolta 7000i mit diesem wunderschönen (wenn auch sehr klebrigen) Sigma AF Super-Wide II 1:2.8 f=24mm drauf. Das habe ich dann mal verhandelt, dass ich die Kamera nicht auch noch mitnehmen muss, ich habe schon so viele Minoltas. Und prompt hatte ich ein schlechtes Gewissen! Weil, wahrscheinlich waren die beiden ihr ganzes Leben lang miteinander gepaart und jetzt habe ich sie getrennt! *schnüff* Ich bin ja schon ein sentimentaler Trottel, irgendwie!
Diese ersten Fotos sind tatsächlich also das, was mich vom Kauf überzeugt hat. Ich mein, natürlich, der Preis auch, weil, er wollte das Äquivalent von eineinviertel Dönern dafür haben. Nicht mal eine ganze Pizza. ('n Zehner, um genau zu sein.) Da kann man ja nix sagen. Dafür habe ich eine wirklich sehr spannende Brennweite bekommen, die viel Macro kann. Ist mir dann erst zu Hause aufgefallen, dass das ja das Gegenstück zu dem 24er darstellt, das ich auf der Canon mit mir rum schleppe und dem ich noch immer nicht den Modchip verpasst habe, damit die Blende mal richtig schließt. Oh man, ich hab echt mal was zu tun diesen Winter, da stehen bestimmt fünf Objektive rum, die mal gemacht werden müssen...
Nachdem wir uns dann jedenfalls einig geworden waren, habe ich rundherum überall drauf gehalten. Einfach, weil ich es kann. Und die Bilder sind alle extrem spannend geworden, finde ich. 24mm ist ja wirklich sehr weit und macht erst auf kurze Distanzen so richtig Spaß, umd diesen Warp-Effekt zu bekommen. Aber auch Landschaft funktioniert damit ganz gut. Die Brennweite ist halt so in dem Bereich, was das Auge heutzutage von Handys gewohnt ist.
Die Abbildungsleistung ist eigentlich rundrum zufriedenstellend. Ist jetzt kein originales Minolta, das sieht man tatsächlich. Aber es ist ein typisches Sigma aus der guten alten analogen Zeit im das Jahr 1990 herum, finde ich. Die haben irgendwie eine gewisse Qualität, die ich wiedererkennen zu meine. (Das Internet behauptet, etweder 1986 oder 1988, aber ich nehme an, dass die Optik schon älter ist und sich das nur auf die verschiedenen AF-Versionen bezieht, die es von diesem Objektiv gab. Ich denke, das geht alles auf die gleiche Rechnung vom Anfang der 1980er zurück, die es auch schon bei den manuell zu fokussierenden Super-Wides gab. Oder hat die II tatsächlich eine Bedeutung? Man weiß es nicht. Die KI denkt sich ja immer was aus, wenn sie nicht weiter weiß; man kann ja nichts mehr glauben, was man im Netz liest.) (Also, die Pentaxer unterscheiden die drei Versionen - Super-Wide, Super-Wide II und Super-Wide II mit AF - deutlich von einander, wobei die AF-Version tatsächlich am Besten abschneidet. Das würde erklären, warum ich so unterschiedliche Reviews lese und ich nicht nachvollziehen kann, warum das teilweise so schlecht bewertet wird. Meine Version auf der 24MP Mirrorless macht exzellente Bilder - für sein Alter -, wie man ja auch sehen kann. Ja gut, der AF ist halt Schrott, wenn man das mit heutigen Ultraschallmotoren vergleicht, aber das ist nicht der Punkt: Wenn man 1000 Euro oder mehr im Fotoladen ausgibt, bekommt man ja wohl hoffentlich tatsächlich was Hochwertigeres, als wenn man auf dem Flohmarkt was bald 40 Jahre Altes für 'n Zehner von einem Dritthersteller mit nimmt. Wobei, heutzutage weiß man das auch nicht mehr so genau... Die Enshittification macht auch vor der Fotografie nicht halt...
Jedenfalls: Wie man sehen und lesen kann, bin ich sofort toral angetan gewesen von dem Ding. Macht dem Alter entsprechend sehr schöne Bilder und wenn man diesen weitwinkligen Handy-Look bisher in meinen Fotos ein bisschen vermisst hat, hier habe ich jetzt das perfekte Objektiv dafür. Die Canon EF Version von dem Teil hatte ich ja damals gekauft, weil der Cropfaktor der 700D von 1,6x ja ziemlich genau den Blickwinkel zwischen einem 35er und einem 40er ergibt. Dass die Blende da nicht funktioniert, wusste ich zu dem Zeitpunkt ja noch nicht. Da die Kamera ja aber auch die Ränder eben weg croppt und ich zudem nur bei Offenblende Bilder machen kann, s.o., hatte ich bisher auch keine Ahung, wie hübsch die eigentlich abgebildet werden können. Das sieht man hier bei der Vollformat-Sony, die keine Probleme mit der Blendensteuerung hat, dann dafür umso besser: Den Pavillion etwa habe ich nur moderat auf meine Lieblingsblende f/4 abgeblendet, also gerade mal ein EV, und man kann rechts am Rand das Schild von der Volksbank am Fahrradständer mehr als gut erkennen und lesen. Selbst in dieser auf Webformat 4k runter gerechneten Version lässt sich durch das Pixelrauschen der Kamera und die Kompressionsartefakte hinweg noch erkennen, dass auf dem Schildchen mittig an der Säule "WC" steht - in welche Richtung der Pfeil zeigt, das ist dann allerdings tatsächlich verloren geangen. Völlig ausreichend. Ganz unten links in der Ecke, im Blattgemüse des Busches da, da kann man dann sehen, ja, die Ecken sind etwas schmierig. Aber hey, das ist ein recht weites Weitwinkel, das darf das! Bei f/8 ist das weg, nehme ich an. Also, ich kann mich jedenfall beim besten Willen nicht beschweren. Und ich versuche es gerade echt! Ich mein: ZEHN EURO!
Zwischen all dem Foto-Gebrabbel vergessen wir nicht: Ich war auf dem Flohmarkt und dementsprechend habe ich dann auch mal weiter fleißig die Auslagen fotografiert. Jetzt halt mit dem 24er, was bedeutet, dass ich auch deutlich näher ran gehen musste. Scheint aber keinen gestört zu haben. Hab immer gedacht, komm, aus der zweiten Reihe merken die Leute das nicht so schnell, aber es scheint sie halt auch grundsätzlich eher weniger zu interessieren, wenn ich ihre Klamotten fotografiere. Hm...
Gut, die Marktschreier beim Gemüse hatten eh besseres zu tun, als sich mit mir zu beschäftigen. Wobei, diesen Kürbis (oder einen seiner Kollegen) haben wir dann tatsächlich auch gekauft. Der müsste übrigens mal dringend gemacht werden, der liegt jetzt schon drei Wochen, wird ja auch nicht besser... Aber die Grippe hat echt alles nach hinten verschoben, auch meinen Essensplan!
Und dann waren wir wieder am Ausgangspunkt unseres heutugen Ausflugs über den Rheinauenflohmarkt. Soll heißen: Wieder zrück über die Brücke, noch mal eben schnell ein paar Fotos von den Wegen hier gemacht. Besonders interessant hier auch das auf f/16 abgeblendete Geländerfoto, weil ich mal echt alles auf einmal scharf haben wollte. Funktioniert erstaunlich gut mit diesem Objektiv und im Wusel sieht man auch die Schmutzpartikel auf dem Spiegel nicht so. Eine wahrhaft erstaunlich große Schärfentiefe erreicht man mit diesem Objektiv hier: Ich hatte auf das Geländer fokussiert und selbst der Posttower am Horizont ist noch scharf. Umgekehrt geht aber auch: Selbst bei f/8 kann man im Makrobereich sehr schönes Bokeh zaubern, wenn man eben nur nah genug ran geht. Also möglichst bis zur 1:4 Markierung! Gefällt mir! Sehr universell einsetzbar!
Und dann waren wir zurück am Auto und mein kleines Review plus Flohmarktbeschreibung neigt sich dem Ende entgegen. Das Fazit möchte ich heute mal etwas anders formulieren: Man sollte ein kleines, günstiges und eher unscheinbares Objektiv nie links liegen lassen. Echt nicht. Auch die Teile aus den sonst so verschmähten 1980ern und zum Teil auch noch die aus den 1990ern können erstaunlich viel und machen echt Spaß! Und es ist immer wieder erfrischend und bringt neuen Schwung in die eigene Fotografie, einfach mal zu experimentieren, und da eignet sich eine neue Festbrennweite ganz hervorragend!
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