Kein Kauf auf dem Siegburger Kaufland-Flohmarkt, dafür das Industriegebiet drumherum
9.8.: Sonntag vor zwei Wochen bald: Flohmarkt in Siegburg. Es sind Sommerferien und dementsprechend wenig los. Das hält mich wie immer nicht davon ab, Fotos zu machen. Viel zu viele Fotos. Bei der Hitze, die wir an dem Tag hatten, war das aber auch nicht so erstaunlich, dass einigermaßen wenige Leute unterwegs waren. Wer will sich schon bei >35° den ganzen Tag in die Sonne stellen, um am Ende doch nichts verkauft zu haben, und das bei den Standpreisen?
Wie man sehen kann: Es war sehr, sehr hell! Mittlerweile haben wir ja tatsächlich Regen gehabt. Tatsächlich regnet es gerade genau in diesem Moment, wo ich das hier tippe! (18.8.) Ich habe mir scheinbar mal wieder sehr viel Zeit gelassen mit meinen Texten. Sind aber auch echt viele Fotos, die ich in letzter Zeit gemacht habe, vor allem seit ich die D700 mit nach Hause genommen habe. Die Bilder hier sind allerdings wie immer, wenn es um Flohmärkte geht, mit der Sony A7 gemacht und dem billigen Minolta Zoom. Weil, wenn das kaputt geht, weil ich wieder irgendwo anecke, nicht soo schade drum.
Aber zum Flohmarkt: Erschreckend wenig Photographica. Das Zeugs, was man da auf der Plane ausgebreitet sieht, ist ja nur der übliche Schrott. Und das ist auch schon recht wenig. Alles schon X-fach gesehen. Da sind die anderen Klamotten interessanter: Das Braille-Tipp-Dings, wie man es sonst nur aus amerikanischen Gerichtsfilmen der Steinzeit kennt, zB. Oder halt eben "Musik" von der WM '78.
Was Kameras angeht: Da war ein Herr, mit dem ich mich länger unterhalten habe, der diese sehr schön erhaltene und voll funktionstüchtige F90X im Angebot hatte. Erbstück. Also wieder ein Fotograf weniger. Ich nehme an, dass er die nicht verkauft bekommen hat. Das Problem mit diesen hervorragenden Kameras aus den 1990ern ist ja, dass sie einfach nicht sexy genug sind für die Retro-Fotografen. Die wollen dann was älteres, mindestens 1980er, besser '70er. Und für den Knipsomaten-Fan ist so eine SLR dann wieder viel zu kompliziert. Dabei ist das so eine geile Kamera! Völlig unterbewertet! Wenn ich nicht schon eine hätte, ich hätte sie glatt mit genommen. Vor allem mit dem Hochkantgriff!
Da der Flohmarkt eher enttäuschend war, habe ich mich nachher noch auf den Weg zur Sieg runter gemacht, um dort zu dokumentieren, dass kein Wasser im Fluss ist. Deswegen gibt es im "erweiterten Eintrag" hauptsächlich erst mal Fotos vom Industriegebiet hinterm Kaufland. Die Bilder von der Sieg hingegen haben einen eigenen Eintrag bekommen. Wer Interesse hat: KLICK!
Wie man sehen kann: Es war sehr, sehr hell! Mittlerweile haben wir ja tatsächlich Regen gehabt. Tatsächlich regnet es gerade genau in diesem Moment, wo ich das hier tippe! (18.8.) Ich habe mir scheinbar mal wieder sehr viel Zeit gelassen mit meinen Texten. Sind aber auch echt viele Fotos, die ich in letzter Zeit gemacht habe, vor allem seit ich die D700 mit nach Hause genommen habe. Die Bilder hier sind allerdings wie immer, wenn es um Flohmärkte geht, mit der Sony A7 gemacht und dem billigen Minolta Zoom. Weil, wenn das kaputt geht, weil ich wieder irgendwo anecke, nicht soo schade drum.
Aber zum Flohmarkt: Erschreckend wenig Photographica. Das Zeugs, was man da auf der Plane ausgebreitet sieht, ist ja nur der übliche Schrott. Und das ist auch schon recht wenig. Alles schon X-fach gesehen. Da sind die anderen Klamotten interessanter: Das Braille-Tipp-Dings, wie man es sonst nur aus amerikanischen Gerichtsfilmen der Steinzeit kennt, zB. Oder halt eben "Musik" von der WM '78.
Was Kameras angeht: Da war ein Herr, mit dem ich mich länger unterhalten habe, der diese sehr schön erhaltene und voll funktionstüchtige F90X im Angebot hatte. Erbstück. Also wieder ein Fotograf weniger. Ich nehme an, dass er die nicht verkauft bekommen hat. Das Problem mit diesen hervorragenden Kameras aus den 1990ern ist ja, dass sie einfach nicht sexy genug sind für die Retro-Fotografen. Die wollen dann was älteres, mindestens 1980er, besser '70er. Und für den Knipsomaten-Fan ist so eine SLR dann wieder viel zu kompliziert. Dabei ist das so eine geile Kamera! Völlig unterbewertet! Wenn ich nicht schon eine hätte, ich hätte sie glatt mit genommen. Vor allem mit dem Hochkantgriff!
Da der Flohmarkt eher enttäuschend war, habe ich mich nachher noch auf den Weg zur Sieg runter gemacht, um dort zu dokumentieren, dass kein Wasser im Fluss ist. Deswegen gibt es im "erweiterten Eintrag" hauptsächlich erst mal Fotos vom Industriegebiet hinterm Kaufland. Die Bilder von der Sieg hingegen haben einen eigenen Eintrag bekommen. Wer Interesse hat: KLICK!
Bevor ich den Flohmarkt endgültig hinter mir gelassen habe, noch ein Blick über die Tische hinterm Kaufland. Da war auch kaum was los; ich sag mal, insgesamt war vielleicht die Hälfte der Stände da, die ich sonst hier erwarte. Wie gesagt: Sommerferien und Hitze. Immerhin gab es hier noch Bären und Batmans. Und einen... Schlumpf? Ich glaube, den habe ich tatsächlich schon mal fotografiert, aber ich bin mir nicht sicher. Ich kenn den jedenfalls schon.
Danach dann Richtung Uhrturm weiter. Das Zoom ist für den Flohmarkt ja ganz gut geeignet, weil es eine lange Brennweite hat und ich damit recht unauffällig auch mal aus der zweiten Reihe Bilder machen kann, die dann auch ganz interessantes Bokeh haben. Aber für Landschaft und Architektur ist das nur so mittel. Die Verzerrungen (Kissen und Tonnen) halten sich zwar erstaunlich in Grenzen, aber die Ecken werden frühestens bei f/8 scharf. Bei 105mm auch vielleicht erst ab f/11. Und so hell ist es dann meist doch nicht. Bei Brennweiten bis 50mm reicht auch f/5,6. Weiß nicht, warum das am langen Ende so schreckliche Ecken hat. Ist halt ein analoges Objektiv aus den 1980ern, da war das noch nicht so, dass man das nachher auf überlebensgroß auf einem 4k-Monitior geguckt hat... Ist halt eher was für Vintage-Fotografen wie mich!
Jedenfalls hinten rum am Schrottplatz vorbei in Richtung Sieg. 35mm bei f/8 ist richtig gut, eigentlich.
(Jetzt artet das hier wieder in ein Objektiv-Review aus.
) Deswegen: Konzentrieren wir uns mal wieder voll und ganz auf meine Reise vom Kaufland-Parkplatz zur Sieg. Da habe ich ein paar nette Bilder eingefangen, finde ich: Das verlorene Stieleis, das gabelstaplerartige Dingsbums auf dem Schrottplatzgelände, der Cola-Becher, der Starkstromstecker: Alles recht spannende Fotos, finde ich. Ich bräuchte echt mal eine Industrieecke, in der ich mich so richtig austoben könnte. Industriefotografie wäre noch ein Bereich, in dem ich bisher zu wenige Bilder gemacht habe. Aber es gibt ja kaum solche wilden Industriegebiete wie hier in Siegburg zwischen Supermarkt und Freikirche!
Da war auch wieder Gottesdienst. Immer, wenn ich da vorbei komme, ist da voll was los. Die haben eine gute Kundenbindung, scheints. Da es so schrecklich brütend heiß war, hatten sie auch sämtliche Türen offen und so ein fürchterlich junger Mann stand da und klampfte herrlich religiöse Liedchen auf seiner Klampfe. Gut für ihn, aber für mich ein Grund, möglichst schnell zu rennen! Als ob die Zombies hinter mir her wären! Das habe ich schon nicht leiden können, wenn der Herr Pastor (oder sein Praktikant) beim Konfirmandenunterricht die Gitarre ausgepackt hat. Kindheitstrauma, scheinbar.
Aus Pietätsgründen habe ich jedenfalls keine Bilder davon gemacht, ich wollte die bei ihrer Veranstaltung nicht unterbrechen. (Was ist das eigentlich für ein Verein? Sind die richtig "frei", also so radikal-evangelikal wie die Amis, oder zumindest mit den "normalen" Evangelischen assoziiert? Ich kenn mich nicht aus, da gibt es ja diverse Geschmacksrichtungen.)
Das jedenfalls war mein Weg zur Sieg. Und da habe ich dann auch noch mal einen ganzen Schwung Fotos gemacht. Apropos "schlechtes altes Objektiv", ich hatte das 80-400mm dabei.
(Ja, Fotografie ist auch so eine Art Religion: Canon, Nikon oder gar - so wie heute - ein Sony-Emporkömmling? Aber immerhin kann man da objektive Qualitätsvergleiche machen. Bei "echter" Religion wird es dann doch sehr subjektiv, finde ich.)
Danach dann Richtung Uhrturm weiter. Das Zoom ist für den Flohmarkt ja ganz gut geeignet, weil es eine lange Brennweite hat und ich damit recht unauffällig auch mal aus der zweiten Reihe Bilder machen kann, die dann auch ganz interessantes Bokeh haben. Aber für Landschaft und Architektur ist das nur so mittel. Die Verzerrungen (Kissen und Tonnen) halten sich zwar erstaunlich in Grenzen, aber die Ecken werden frühestens bei f/8 scharf. Bei 105mm auch vielleicht erst ab f/11. Und so hell ist es dann meist doch nicht. Bei Brennweiten bis 50mm reicht auch f/5,6. Weiß nicht, warum das am langen Ende so schreckliche Ecken hat. Ist halt ein analoges Objektiv aus den 1980ern, da war das noch nicht so, dass man das nachher auf überlebensgroß auf einem 4k-Monitior geguckt hat... Ist halt eher was für Vintage-Fotografen wie mich!
Jedenfalls hinten rum am Schrottplatz vorbei in Richtung Sieg. 35mm bei f/8 ist richtig gut, eigentlich.
Da war auch wieder Gottesdienst. Immer, wenn ich da vorbei komme, ist da voll was los. Die haben eine gute Kundenbindung, scheints. Da es so schrecklich brütend heiß war, hatten sie auch sämtliche Türen offen und so ein fürchterlich junger Mann stand da und klampfte herrlich religiöse Liedchen auf seiner Klampfe. Gut für ihn, aber für mich ein Grund, möglichst schnell zu rennen! Als ob die Zombies hinter mir her wären! Das habe ich schon nicht leiden können, wenn der Herr Pastor (oder sein Praktikant) beim Konfirmandenunterricht die Gitarre ausgepackt hat. Kindheitstrauma, scheinbar.
Das jedenfalls war mein Weg zur Sieg. Und da habe ich dann auch noch mal einen ganzen Schwung Fotos gemacht. Apropos "schlechtes altes Objektiv", ich hatte das 80-400mm dabei.
Kommentare
Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt