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Hennef vor der Hitze - D700 Test

3.8.: Montag morgen, ich musste in die Stadt. Habe die Neuerwerbung mit genommen, das 50/1.8G war noch drauf. Gute Kombi für die Stadt, denke ich. Und wieder habe ich zu viele Fotos mit nach Hause gebracht. Aber das ist gut, da kann man sehen, was die Kamera im tatsächlichen Einsatz kann. Vorweg: Sie verliert tatsächlich immer mal wieder den Kontakt zur CF-Karte. Aber damit muss ich halt leben, dafür - ich wiederhole das jetzt noch mal - habe ich ja nur 10 Euro dafür bezahlt! ;-)


Geparkt hatte ich hinter der Bahn, aber statt direkt zum Schlüsseldienst-Menschen zu gehen, der da vor dem Bahnhof seinen Laden hat, habe ich erst mal den Weg durch die Stadt gewählt, denn ich wollte nebenbei ja noch den Dia-Film in der Dynax voll bekommen, um diesen dann im Fotoladen abzugeben. (Der Herr Berger war leider nicht da, sonst hätte ich ihm gleich mal meine Neuerwerbung vorgeführt! ;-)) Neben dem Film-Füllen habe ich aber auch reichlich Stadt-Fotos mit der D700 gemacht. Wobei mir aufgefallen ist, dass der Auslöser am Hochkant-Griff nicht ging. (Mittlerweile habe ich die Kontakte an der Kamera mal ein bisschen gereinigt, jetzt geht auch der problemlos. Sogar ein bisschen zu problemlos: An dem Nachbau-Griff meiner D800 ist der Auslöser eher feste bis kräftig zu betätigen, während hier ein leichtes Drüberstreichen schon den Autofokus aktiviert und nicht viel mehr nötig ist, um ein Bild zu machen.)


An der Sieg-Promenade wollte ich eigentlich Enten schießen, sowohl mit der Digitalen wie der Analogen, aber stattdessen lief mir als erstes mal dieses rot-weiße Moopsie ins Bild. Katzen sammel ich ja auch also draufgehalten. Aber diese hier war eher zielstrebig woanders hin unterwegs und hat sich nicht besonders in Positur geworfen. Aber trotzdem ist die der Grund, dass es das eine Bild von den Enten erst im "erweiterten Eintrag" gibt: KLICK!
Diese eine Hybridente hat schon ziemlich albern geschaut! Auch hier wieder: Trotz des spiegelnden Gegenlichts kommt alles recht gut rüber, die Ente ist trotzdem gut erkennbar, ihre Kollegen trotz Tarnfarbe auch. Von der Farbwiedergabe her kann ich mich also echt nicht beschweren. Ich mein, die Kamera ist jetzt technisch ca. 18 Jahre alt (genaueres müsste ich mal über die Seriennummer rausfinden), ich hätte das nicht erwartet. In den paar Jahren zwischen der D100 und dieser hier ist also technisch einiges passiert! Gut, das sind ja auch so 6 oder 7 Jahre dazwischen; in den frühen 2000ern war das in diesem Bereich ja eine Ewigkeit!


Den Film hatte ich dann bei den Enten voll gemacht, also war mein nächstes Ziel der Fotoladen auf der Hauptstraße. Dafür bin ich hinterm Rathaus entlang, wo ich noch ein paar Architekturfotos gemacht habe. Da bräuchte ich ja eigentlich was weitwinkligeres als das 50er, aber in der Not tut es das auch. Auch hier kann ich mich über die Bildqualität echt nicht beschweren. Dann bin ich an der alten Post vorbei, habe Fahrrad und Kinderspielzeug (nicht) links liegen lassen (sondern rechts) und auch da freue ich mich über interessante Fotos. Besonders das Spielzeug unter der Laderampe finde ich hat was. Kann man zudem gut sehen, wie die Kamera mit krassen Unterschieden in Licht und Schatten umgeht. Jetzt eigentlich nicht schlechter als die D800.


Nachdem ich den Film dann abgegeben hatte (mit einem Dia-Film hatte die Dame, die der Herr B da angeheuert hat, jetzt nicht gerechnet, sie wollte wissen, welche Abzüge ich haben will ;-)), bin ich wieder zurück durch die Stadt und habe erst mal entlang der Hauptstraße noch ein paar Szenen eingefangen. Früher morgen (naja, so 9 Uhr war es schon) bietet auch gutes Licht. Schatten mal aus der anderen Richtung, ich bin sonst ja eher nachmittags in der Stadt unterwegs. Aber Pflaumen und Zitronen überzeugen mich durchaus.


Quer über den Marktplatz, noch schnell das Wasserspiel angeschaut, das gerade irgendwie gewartet wurde, da standen auf dem Hinweg noch zwei Stadtfahrzeuge rum. Dann noch schnell in den Mr. M und Js Tasche abgeholt, die genäht worden war. Und dann nach Hause und die Bilder anschauen, die ihr jetzt hier seht. Muss sagen: Die Qualität ist erschreckend gut. Man verfällt ja schnell in dieses Denkmuster, dass früher alles schlechter war. Trifft aber auf diese Kamera definitiv nicht zu. Mit einer guten Optik gepaart, könnte man sie eigentlich heute noch gut benutzen. Die kleine Zahl von Pixeln mag manche stören, ich finde das aber OK, dann sind die Datenmengen, die ich zu archivieren habe auch nicht ganz so gigantisch. Mich stört tatsächlich eher, dass sie - ganz altmodisch - regulär erst bei ISO 200 anfängt. Wobei man sie ja auf ISO 100 nach unten erweitern kann. Müsste ich mal den Dynamikumfang tatsächlich direkt vergleichen, wieviel da verloren geht. Oder ob das in JPGs eh nicht auffällt, sondern nur für RAW-Aufnahmen im NEF-Format relevant ist. Ich fotografiere ja eh selten RAW...

Fazit, noch mal: Schöne Kamera. Ich kann verstehen, warum die auch heute noch viele Fans hat! Aber schwer! Besonders mit dem Griff dran!

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