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Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G - Teil 2: Die Reparatur

Ich dachte schon, die Post kommt gar nicht mehr, aber am Donnerstag steckte plötzlich dann doch noch der Umschlag mit dem lang ersehnten Ersatzteil im Briefkasten. Da kann der Versender glaube ich nichts dafür, dass das so lange gedauert hat, der hatte das nämlich bereits Montagmittag in die Post getan. Und aus Stuttgart ist es jetzt ja nun eigentlich doch nicht so weit hier hin. Lässt die Post sich mit einem "Maxibrief" heutzutage also doch ein bisschen mehr Zeit. Gut, als Päckchen würde es auch das doppelte kosten.


Aber jetzt zum Inhalt: Ich hatte ja bereits am Sonntag, als ich das Nikon DX Nikkor AF-S 18-55mm 1:3.5-5.6 G vom Flohmarkt mitgebracht hatte, das passende Ersatzteil ausgespäht und dann auch sofort bestellt, als der Preis günstig war. Oben drauf gab es noch dieses farbschönen Schraubendreher, der tatsächlich sehr gut auf die japanischen Schrauben passt, die dieses Objektiv zusammenhalten. (Wobei, das Ding kommt aus Thailand, glaube ich. Für diese Kit-Objektive scheut Nikon weder Kosten noch Mühen! ;-) Keine Ahnung, jedenfalls, ob das tatsächlich Feinmechanikschrauben sind, die einem japanischen Standard entsprechen, oder ob es billige, dem westlichen entsprechende sind.) Mit dem Ding habe ich es jedenfalls innerhalb kürzester Zeit geschafft, alle Schrauben aus dem Bajonett zu ziehen, die es im Tubus hielten, sowie die, die den Erdungs-Pin und die Kontaktleiste am Bajonett befestigten.


Das Schwierigste war, die kleine Feder vom Blendenhebelring und dann vom Bajonett zu lösen. Die ist fitzelig und sehr klein. Also, zumindest für meine armen alten Augen. Wobei "ab" jedoch sehr viel einfacher ging, als wieder "dran"! Die kleine Nase am Bajonett-Ring, die die Federöse eigentlich halten soll, war ein bisschen klein. Oder die Öse hatte sich geweitet, als ich sie abgefummelt habe. Jedenfalls wollte sie nicht halten und nach dem fünften Versuch habe ich sie mit etwas Nagellack angepappt! Ich lass mich hier doch nicht veräppeln! Passt jedenfalls und tut seinen Dienst.


Danach nur noch wieder rückwärts zusammensetzen und dabei die Schrauben nicht vertauschen. Ich hätte ein zweites Töpfchen benutzen sollen. Ich weiß nicht, ob es an den Schrauben liegt oder daran, dass ich was anderes nicht wieder richtig zusammengesetzt habe, oder ob es einfach dieses (3d-gedruckte?) Teil ist, das nicht genau die Originalmaße hat, aber es ist schon recht eng, wenn ich es auf eine Kamera drauf drehe. Nicht bedenklich oder irgendwas, nur einfach, wie soll ich sagen? Eng! Ich hoffe jedenfalls, dass das so jetzt hält.

Zum Test habe ich es jedenfalls auf die D100 geschraubt. Das ist meine einzige Nikon F-Mount-Kamera mit DX-Sensor. Außerdem ist es bei dem alten Stück und in diesem Abnutzungszustand auch nicht ganz so schlimm, wenn es Probleme geben sollte. Hier also ein paar Testbilder. (Bin immer wieder überrascht, wie hübsch und kontrastreich die Farben aus dem alten CMOS-Sensor sind!)


Wie man sehen kann: Alles funktioniert soweit. Ich muss die Tage mal damit durchs Dorf laufen und ein paar mehr Fotos machen. Der erste Eindruck für ein Kit-Zoom ist jedenfalls interessant: Der Makro-Bereich ist definitiv vorhanden und nutzbar. Das Objektiv stellt schnell und einigermaßen lautlos scharf. Die Verzerrungen halten sich einigermaßen in Grenzen. Und es scheint auch nichts weiter verzogen zu sein, was ich ja befürchtet hatte, denn durch irgendeinen Unfall muss der Bajonett-Anschluss ja kaputt gegangen sein!


Fazit: Insgesamt freue ich mich echt, dass ich dieses Objektiv dann doch noch mitgenommen habe, obwohl es ja eigentlich kaputt war. Auf der D100 kann ich das volle Potenzial noch nicht abschätzen, denn mit 6 MP ist die doch ein bisschen beschränkt. Obwohl das eigentlich die richtige Kamera dafür ist: Das Objektiv hat ja auch VR und da man die D100 ja lieber nicht auf mehr als ISO 400 einstellen sollte, sind lange Belichtungszeiten an der Tagesordnung. Das VR scheint auch zu funktionieren. Ob es tatsächlich 4 Blendenstufen bringt, ist natürlich eine Frage. Der werde ich dann die Tage mal nachgehen! Bis dahin: Wieder einen Totgeglaubten wiederbelebt! ;-)

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