Skip to content

Schwarz-weiß und analog, Teil 334: Porst Happy Fail ;-)

Fomapan 200 #6, 29. März 2026
  • Porst Happy
  • Entwicklung: Fomadon R09 1+50 20° 9:00 Minuten, Adofix Plus 1+5 #1 (neu), 3:30 Minuten, Adoflo II 1+200
Weil die Testbilder so witzig geworden sind, ziehe ich die jetzt mal einfach vor: Die Happy ist really unhappy! ;-) Deswegen das kleine Wortspiel im Titel. Von den 12 Bildern, die auf einen 120-Film in 6x6 cm passen, sind tatsächlich drei was geworden. Die Restlichen reden wir nicht drüber, wobei die teilweise wiedermal einen sehr spannenden Doppelbelichtungseffekt haben, obwohl ich gar nicht doppelt belichtet habe. Zum Beispiel bei der Kirche, die senkrecht und waagerecht auf dem Film ist! Witzig! Ach ja, und außerdem: Der Foma 200 aus dieser Charge hat diese seltsamen Flecken in der Körnung. Keine Ahnung, ich hätte den damals einfach mal umtauschen sollen. Richtig ist das so nicht...

Das erste Bild zeigt den Hexenturm und man kann gut sehen, wie sehr diese einzelne Plastiklinse an den Ecken verzerrt. Insgesamt aber nicht schlimmer als die alten Box-Kameras. Die Happy kann man immerhin fokussieren! Luxus! ;-)


Am Ende des Filmes waren wir unten am Siegwerk, wo die alten Gleise noch immer vor sich hin rotten. Die beiden Bilder, die ich da gemacht habe, sehen sogar richtig gut aus (wenn man mal vom Lichtleck auf dem zweiten absieht). Das mit dem Fokussieren funktioniert also sogar ganz gut, obwohl ich da nichts gemessen, sondern alles geraten habe! Der alte Schaltkasten ist nicht ganz in Focus, aber bei mindestens f/8 merkt das keiner. Stimmt, habe ich mir eigentlich gar keine Blenden aufgeschrieben gehabt? Hm, nee, scheinbar nicht. Sowas!

Das Weichenumstellhebeldingsbums ist ein bisschen schief, aber das macht nichts. Und die in den Busch führenden Gleise gefallen mir richtig gut. Die Plastiklinse hat hier schwere Probleme mit dem Gegenlicht, der Kontrast ist nur so hoch, weil ich hier nach dem Scan etwas nachgeholfen habe. Im Negativ sieht das alles etwas flacher aus.

Was man von diesen drei Bildern, die was geworden sind, sagen kann, ist: Man kann hier den ersten Grund sehen, wieso diese Kamera gerne von einer bestimmten Gruppe von Fotografen benutzt wurde. Sie ist Simpel und mit dem Potenzial, interessante Bilder einzufangen. Und jetzt kommen wir zu dem anderen Grund: Dieses Teil hat einfach manchmal Ladehemmungen und ich nehme an, die sind mit dem Alter einfach häufiger geworden. Und dann kommen Bilder dabei raus, die - sagen wir mal - künstlerisch anmuten. Deswegen habe ich die restlichen von diesem Film alle mal nacheinander hier rein gehauen:


Dass man darauf überhaupt irgendwas erkennen kann, liegt hauptsächlich daran, dass der gute alte Epson Scanner tatsächlich einiges da raus holen kann. Dann gaaaanz viel GIMP und Kurven und Gedöns und dann kann man immerhin erkennen, was ich mir dabei gedacht hatte. Und wie gesagt: Sehr spannende, künstlerisch wertvolle Bilder! :-D Naja. Nicht wirklich. Aber ihr könnt ja mal raten, was ich da jeweils aufnehmen wollte! ;-)

Testbilder Entwickeln - Porst Happy Fail

Mal wieder eine ganz normale Entwicklung. Außer, dass ich einen 120 Film in der Dose hatte, den ich mit der Porst Happy belichtet hatte, die ich auf einem der letzten Flohmärkte mit genommen hatte. Weil ich ja bei dem Fomapan 200 aus dieser Charge weiß, dass die Filme alle so sehr seltsame Flecken haben, hatte ich den zum Testen verwendet. Ich hatte ja von Anfang an keine allzu großen Erwartungen an dieses Teil. Daher hab ich den Film dann auch einfach in Rodinal gestellt, weil, dann verschwende ich keinen "guten" Entwickler daran ;.)


Habe ja schon ewig keine 120er Filme mehr entwickelt; hatten die schon immer sooo viel türkise Farbe drauf, die man erst runter spülen muss? Ich hab den Film drei mal durchgespült, bevor ich Entwickler eingefüllt habe, trotzdem kam der nachher noch mit einem leichten Blaustich da aus der Dose getropft. Gut, da der Rodinalnachbau vom Foma eh schon wieder gut durchoxidiert und somit braun ist, kann ich mich auch täuschen, aber.

Ich habe mir übrigens im Netz eine alte Jobo-Dose gekauft, aber echt eine richtig alte, nachdem ich diesen Film schon wieder völlig verzweifelt versucht habe, in die Paterson-Spule zu fummeln. 120 ist immer etwas störrisch, weil der so dick ist und der Foma schon etwas überlagert ist mittlerweile, wegen der Flecken habe ich den für nichts mehr benutzt außer Tests. Bin mal gespannt, ob das mit der Jobo-Dose besser geht. Aber das ist eine gaaaanz seltsam-altmodische, bei der das unter Spulen-Element fest mit der Achse verbunden ist und die anderen beiden auf bestimmten Höhen eingehakt werden können. Aber immerhin kann die auch 16mm Film, falls ich da mal Lust zu habe. Was erzähl ich das eigentlich alles hier, das gehört in einen eigenen Eintrag! ;-)


Langer Rede kurzer Sinn: Die Bilder aus der Happy sehen eher unhappy aus! Das erste und die letzten beiden waren OK, bei den anderen hat der Shutter versagt und viel zu lang belichtet. Mit ganz viel digitalen Tricks habe ich nach dem Scannen noch "Bilder" da raus bekommen, aber nein, ich glaube, da muss ich erst mal schauen, ob ich den Verschluss ein bisschen fixen kann. Was ich nicht glaube, weil ja alles aus Plastik ist und man da wahrscheinlich zerstörungsfrei gar nicht dran kommen kann! Naja, aber immerhin ein hübsches Vitrinenstück! ;-) (Auch nicht wirklich, weil dreckig!)

Siegburger Street Food

29.3.: Was macht man, wenn man an einem Tag schon zwei Flohmärkte hinter sich hat? Richtig: Man fährt auf dem Rückweg noch durch Siegburg und verprasst all das Geld, das man gespart hat, indem man sich nichts gekauft hat, auf dem Street Food Festival! ;-) War aber auch mal wieder zu lecker! Wir hatten das auch nur mehr oder weniger zufällig per Internet gesehen, dass das überhaupt an dem Wochenende war.


Und so haben wir an einem der Stände was Indisches gegessen. War sehr, sehr lecker! Aber vertragen habe ich das nicht, den ganzen Abend hatte ich Sodbrennen. Ich kann ja langsam gar nix mehr essen, vor allem nichts mit viel Scharf und Curry und exotischen Gewürzen. Vielleicht sollte ich mal die Frau Ärztin fragen, aber die gibt mir dann wahrscheinlich wie allen anderen ebenfalls eine große Packung Pantropazol, das scheint ja mittlerweile jeder zu schlucken. Tun die irgendwas ins Futter, um die Verkäufe von dem Zeug anzukurbeln? Ich glaube, da versuche ich es dann doch eher mal mit Mäßigung und verzichte auf den ganzen Kram, den ich nicht mehr vertrage.

Ansonsten habe ich die kleine Plastikkamera, die ich in Hennef beim Flohmarkt eingesammelt hatte, die direkt mal mit einem Film bestückt und den hier verschossen. Da ist aber nur marginal was besseres als nicht viel bei rum gekommen, wie wir sehen werden. Trotzdem faszinierend, mit sowas Bilder zu machen.


Als Nachtisch haben wir dann noch Churros gefressen, bis sie uns wieder an den Ohren heraus kamen. Vielleicht kamen Teile meiner Magenschmerzen auch da her, muss ich ja zugeben. Fett und Zucker! Hmmm! ;-) Danach sind wir dann recht zügig heim, war ja schließlich auch ein langer Tag, wie man daran sehen kann, dass ich da drei Einträge draus machen konnte, und da sind noch nicht mal die über die Kameras dabei! ;-) Sorry, wenn das hier übrigens alles ein bisschen durcheinander kommt in letzter Zeit, ich habe einfach zu viele Pötte auf dem Herd! Und dann will die Frau auch immer noch Spiele spielen! :-D

Porst Happy (Diana De Luxe)

Auf dem Hennefer Lutz-Flohmarkt habe ich für ein Appel und ein Ei diese kleine Porst Happy mitgenommen. Eigentlich handelt es sich dabei aber um eine Diana De Luxe, eine der berühmt-berüchtigsten Kameras des frühen Plastikzeitalters! Denn das Ding besteht praktisch komplett draus. Nur die Federn, die die Filmrolle halten, und der Verschluss ist aus (dem billigst-möglichen) Metall. Das liegt daran, dass diese Kameras eigentlich als Promotion-Produkt konzipiert waren, die dann aber so beliebt waren, dass sie auch in den Handel kamen. Für buchstäblich 'n Appel und 'n Ei! Irgendwie, wenn man einen Karton abnahm, in dem ein Gros drin steckte, kostete eine etwa 50ct. OK, das waren Amerikanische Cent von 1958, aber trotzdem. Praktisch nichts.


Von daher: Das Teil ist eigentlich ein Spielzeug. Der Shutter ist so ein selbstaufziehendes Ding, das sich automatisch wieder spannt, wenn man drauf drückt. Der hat nur eine Zeit: 1/50s. Wer was anderes braucht, ist verloren! Es gibt keine Sperre, man kann also doppelt und dreifach belichten, so viel man will. Der Filmtransport ist auch einfach nur am Knöpfchen drehen. Also total rudimentär. Immerhin gibt es neben der offenen Licht"stärke" von f/8 auch noch zwei weitere Blenden von f/11 und f/16, nehme ich an, sodass man ungefähr davon ausgehen kann, dass man bei einem 100er ASA Film von Schatten bis grelles Licht alles aufnehmen kann. (Ich hatte nur einen 200er Foma drin, die Charge, von der ich ja weiß, dass die eh total punktig sind; die 100er Kentmere waren mir zu schade. Der Foma ist nämlich auch noch letztes Jahr abgelaufen, der muss also endlich mal weg, trotz der Löcher in der Emulsion!)

Das Objektiv, wenn man es denn so nennen möchte, besteht aus einer Linse, soweit ich das beurteilen kann, und die ist auch aus Plastik. Joah. 80mm Brennweite. Fokus ist tatsächlich stufenlos einstellbar ab 1,20 Meter oder sowas meine ich. Aber bei einem Grundlichtwert von f/8 kommt man damit trotzdem fast bis bis Unendlich, wenn man es in der Mitte stehen lässt. ;-) Und bei f/16 vielleicht auch gleich den ganzen Bereich! :-D Nee, jetzt übertreibe ich, ich habe da schon bemerkt, dass man damit durchaus arbeiten kann und auch muss. Trotzdem, sagen wir mal so: Zonenfokus raten reicht!


Wie war das Fotografieerlebnis? Rudimentär, lasst es mich so ausdrücken. Also, ich fotografiere ja so ziemlich alles, was mir vor die Füße fällt, also auch dieses Gerät. Aber da ist nun wirklich nicht viel Technik dran. Wetter beurteilen, um die Blende einzustellen, Entfernung raten und einstellen, dann durch den Sucher gucken, um das Motiv zumindest einigermaßen im Frame zu haben, und dann abdrücken. Geht. Kann man machen. Ich mein, dass dieses Ding nach bald 70 Jahren überhaupt noch Bilder gemacht hat, obwohl die definitiv nicht gut behandelt wurde (wie man am Dreck sieht, der trotz Putzen nicht mehr ab ging), spricht schon mal für sie. Selbst die Lichtlecks halten sich in Grenzen, obwohl da keinerlei Dichtungen dran sind. (Das Internet empfiehlt, sie mit Gaffa-Tape abzudichten, wenn man einen Film eingelegt hat. War hier aber unnötig.)


Was dabei raus gekommen ist, als ich den Film schließlich durchs Fomadon R09 gezogen habe, sehen wir in einem weiteren Beitrag, der in nicht allzu ferner Zukunft hier auf diesem Kanal erscheint. Also, schalten sie wieder ein, wenn es heißt: Fotografieren, als wäre es 1958 und man hätte mir eine Spielzeugkamera geschenkt! Und ja, ich kann schon mal verraten, dass so viele "berühmte" Menschen diese Kamera für experimentelle Fotografie verwendet (haben), ist völlig nachvollziehbar. Experimenteller wird es eigentlich nicht mehr! ;-)

Zwei Flohmärkte an einem Tag: Hennef & Alte Heerstraße

29.3.: Frühlingszeit, Flohmarktzeit! Endlich räumen die Leute mal wieder ihre Keller auf und ihre Dachböden aus, sodass ich evtl. alte Objektiv- und Kamera-Schnäppchen machen kann! Weil, man hat ja sonst nichts im Leben! Die Jagd nach alten Photograpgica scheint ja mittlerweile mein einziger Lebenssinn zu sein! ;-)

Als also der Flohmarkt auf dem Parkplate hinterm Lutz an jeder zweiten Laterne angeschlagen stand, hatte ich mir diesen Sonntag gleich mal mental notiert und als es dann so weit war, bewaffnet mit der Sony und dem kleinen Zoom los. Weil nebenbei mache ich ja gerne Bilder von dem Kram, den die Leute da ausstellen. Frage mich ja immer, ob sich das eigentlich lohnt, wenn ich sehe, was die mittlerweile für Preise für die Stände aufrufen, ist der größte Nutznießer ja scheinbar der Veranstalter des Marktes.


Jedenfalls, Kameras: Da gab es tatsächlich einige! Gut, auf diesen ausgebreiteten Matten ist ja meist nicht groß was dabei, was ich nicht entweder eh schon hätte oder so vergammelt ist, dass man es nie mehr ans Laufen bekommt. Aber gucken tue ich da trotzdem ganz gerne. Die Agfa electric war da deutlich besser erhalten, weshalb ich sie hier auch groß gemacht habe. Aber auch da war mir die Wahrscheinlichkeit, dass die noch funktioniert, nicht hoch genug, als dass ich so viel Geld dafür ausgegeben hätte.


Mein Bruder war übrigens nicht dabei, mit dem treffen wir uns ja sonst öfter mal. Der holt ja immer frisches Gemüse und gammeliges totes Tier auf diesen Veranstaltungen. Hm, lecker, die Artischocken hätten mich ja auch schon interessiert, aber das ist so viel Arbeit, die ab- und einzukochen. Außerdem ist der Kühlschrank voll! ;-)

Stattdessen, war das hier, wo ich mich mit einer anderen Flohmarktbesucherin unterhalten habe? Die sammelte wohl alte Super-8 Kameras. So weit hab ich es ja noch nicht gebracht, da brauche ich erst mal einen großen Entwicklertank und eine passende Spule, um die Filme auch entwickeln zu können! ;-) Ich will gar nicht wissen, was drei Minuten Super-8 heutzutage wohl kosten mögen! Wäre aber schon cool! Im Keller muss ja irgendwo auch noch die Kamera liegen, sowohl hier als auch da. Die von meinem Bruder ist auch erst so 40 Jahre alt, die geht bestimmt noch (wenn er damals die Batterien raus genommen hat, was ich doch stark hoffe)! Wobei, ich hab hier ja noch so einen russischen Beifang rum liegen, der müsste auch noch gehen! Wo ist die eigentlich hin gekommen?


Jedenfalls: Da uns ein Flohmarkt am Tag ja nicht mehr reicht, sind wir nachher noch weiter nach Troisdorf zum Hit. Als ob der Sprit gerade nix kosten täte! ;-) Da war aber deutlich weniger los, wobei der Kamera-Faktor etwas höher schien. Überhaupt mehr Technik. Ich habe ja auch eine Schwäche für alte Schreibmaschinen, aber denen kann ich nicht auch noch Asyl gewähren, dann werde ich gelyncht! Aber jetzt, da ich den Flamingo sehe, ich glaube, das war hier, wo ich mit der Frau gesprochen hatte, die mit den Super-8 Kameras. Ach, mein Gedächtnis. Kann mir nicht mal mehr anderthalb bis zwei Wochen merken, was ich wann wo und überhaupt! :-D


Der alte Tuner (mit Verstärker) hätte mich übrigens auch direkt zu einem Kauf animiert. Aber auch da gilt: Wohin damit? Ich finde diese '70er-Jahre-Teile nur sehr viel spannender als diesen neumodischen Kram, den man mittlerweile ja auch findet. Kompaktanlagen mit Streamingfunktion auf dem Flohmarkt sind ja keine Seltenheit mehr. Demnächst taucht die erste KI auf, pass auf! :-D Daneben eine alte Porst-Knipse! Auch immer cool, aber ich habe nicht danach gefragt, ich habe zu viel Kram.

Nebenbei noch eine Sinead gefunden und direkt wieder einen Ohrwurm gehabt: "Margret Thatcher on TV, shocked by the deaths that took place in Bejing. It's seems strange that she should be offended: The same orders are given by her." Jaja, immer diese linksradikale Musik aus meiner Jugend. ;-) "England's not the mythical land of Madame George and her roses, it's the home of police that kills black boys on mopeds..." Wobei die gegen Ende ihres Lebens ja auch ein bisschen wunderlich geworden ist. Aber die hatte es ja wohl auch nicht leicht in ihrem Leben, was man so liest. Aber ich schweife ab.


Wobei es aber auch kaum noch was mehr zu sagen gibt. Wir sind dann mehr oder weniger unverrichteter Dinge abgezogen. Ich hatte zwar noch umsonst eine andere Porst SLR mit genommen, aber die habe ja schon vor kurzem hier vorgestellt. Moment, war das überhaupt hier? Ja, oder? Manmanman, mein Gedächtnis! Insgesamt aber eher ein günstiger Flohmarkt. ;-)